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Christine
Öttl coacht Bewerber
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Härter coacht Selbstständige und kleine Firmen |
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Selbstmanagement |
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Unterrubriken: |
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Selbstmanagement
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Effizienz |
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Gefühle |
Unsicherheit/Ängste
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Übersicht
aller Bücher in dieser Rubrik:
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Ja,
nein, vielleicht. Entscheidungen treffen Details |
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Mehr
Disziplin, bitte! Details |
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Entscheidungen
treffen Details |
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Raus
aus der Mobbing-Falle Details |
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Kleine
Einführung in das SchubladenDenken
Details |
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Emotionale
Intelligenz Details |
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Motivationstechniken
Details |
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Lernen
(Gehirnforschung) Details |
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So
lügt man mit Statistik Details |
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Das
Ende der Ausreden Details |
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Wer
bin ich? 777 indiskrete Fragen Details |
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Denken
hilft zwar, nützt aber nichts Details |
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Wer
überlebt? Details |
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:59
Seconds. Think a little. Change a lot. Details |
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The Creative Habit Details |
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Fallstricke.
Die häufigsten Denkfehler ... Details |
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Mein
Buch für das Leben Details |
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Gewissensfragen
Details |
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Freakonomics
Details |
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Wie
war Dein Tag? Tagebuch zum Ankreuzen Details |
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Was
bin ich wert? Eine Preisermittlung Details |
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Ja,
nein, vielleicht.
Entscheidungen leichter treffen
(Gitte Härter)
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Ob
beruflich oder privat: Entscheidungen zu treffen ist nicht
immer einfach. Außerdem ist jeder Mensch völlig
unterschiedlich - die einen lassen den Bauch regieren, die
anderen versuchen, sich lediglich anhand von Fakten zu orientieren.
In meinem neuen Buch gehe ich sehr praxisnah auf typische
Entscheidungen und die damit verbundenen Hürden ein.
Teil 1 des Buches hilft Ihnen, sich selbst in puncto Entscheidungsfreude
näher auszuloten. Teil 2 gibt ganz konkrete Tipps und
Vorgehensweisen an die Hand, damit Sie Bauch und Kopf gleichermaßen
nutzen können, um so zu guten Entscheidungen zu kommen.
Zum
Inhaltsverzeichnis und weiteren Details. |
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Mehr
Disziplin, bitte!
So
setzen Sie endlich um, was Sie sich vorgenommen haben
(Gitte Härter) |
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Was
ist Selbstdisziplin eigentlich? Warum fällt es manchen
Menschen scheinbar so leicht, Dinge durchzuziehen? Welche
Eigenschaften nützen, welche behindern - und welche
Rolle spielt meine Persönlichkeit?
Die Schritte, Dinge anzupacken und Vorhaben durchzuziehen
sind eigentlich ganz einfach. Und doch hapert es bei jedem
Menschen mit der Selbstdisziplin ... und das aus ganz unterschiedlichen
Gründen.
Mehr
zum Buchinhalt hier.
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Entscheidungen
treffen
Schnell, sicher, richtig
(Matthias Nöllke) |
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Dieser
"Taschenguide" im Pocketformat vereint zahlreiche
gute Entscheidungshilfen. Der Autor hat eine flüssige
Schreibe, die Lust darauf macht, weiterzulesen. Im ersten
Teil erfährt man viel darüber, wie Entscheidungen
zu Stande kommen und was uns alles (oft unbemerkt) beeinflusst.
Beispiele machen das Gelesene noch plastischer. Checklisten
und Tipps regen dazu an, sich mit der eigenen Situation
näher zu befassen.
Hochinteressant
sind Informationen zum Gehirn und wissenschaftlich erforschte
psychologische Effekte wie der "Hindsight Bias".
Dabei handelt es sich um eine Gedächtnistäuschung
- einer rückblickenden Verzerrung. Sobald wir die Auswirkungen
einer Entscheidung kennen, glauben wir, diese hätten
wir ziemlich genau so vorhergesehen oder vorhersehen können.
Bei einer zufällig richtigen Entscheidung reden wir
uns ein, wir hätten planvoll richtig entschieden. Bei
einer Entscheidung, die wir nachträglich als falsch
betrachten, reden wir uns ein, wir hätten den Ausgang
vorhersehen können.
Inhalt:
Vorwort, Einfach richtig entscheiden, Wie unser Denken Entscheidungen
beeinflusst, In fünf Schritten zur richtigen Entscheidung,
Entscheidungstechniken - Entscheidungshilfen, Literatur.
Die
Entscheidungshilfen und -methoden im letzten Kapitel runden
dieses hilfreiche Büchlein ab.
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Raus
aus der Mobbing-Falle
Erste Hilfe für
Betroffene und Personalverantwortliche
(Hans-Michael Klein/Jasmin Frank) |
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Um ein
Gefühl für diesen - wie ich finde sehr informativen
und hilfreichen - Pocketratgeber zu bekommen, hier der Buchanfang:
"Lassen Sie uns gleich mit ein paar sehr unangenehmen
Wahrheiten beginnen: 95 Prozent derjenigen, die sich gemobbt'
fühlen, werden gar nicht gemobbt. Oh, wir wollen damit
nicht sagen, dass diese bedauernswerten Zeitgenossen nicht
gequält, geärgert, schikaniert, unfair behandelt
oder gegängelt würden. Und schon gar nicht, dass
sie nicht leiden würden, keine Probleme mit dummen
und gemeinen Kollegen, ungerechten, selbstherrlichen Chefs
oder unmotivierten und niederträchtigen Mitarbeitern
hätten. Keineswegs. Sie werden nur nicht gemobbt. Denn
mobben ist es ganz Spezielles."
Betroffene
werden sich bestimmt mit dem ersten Kapitel etwas hart tun.
Aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken, sondern lesen
Sie weiter!
Das
Inhaltsverzeichnis: Aller Anfang tut weh!, 2. Was ist Mobbing
- und was ist es nicht?, 3. Wie entsteht Mobbing?, 4. Wer
ist betroffen?, 5. Welche Folgen hat Mobbing?, 6. Gegenmaßnahmen,
7. Abschließendes und Rechtliches.
Dieses
kleine Büchlein halte ich für äußerst
wertvoll und empfehle es nicht nur Betroffenen, sondern
auf jeden Fall auch Führungskräften - und auch
allen, die an einem guten Miteinander im Beruf interessiert
sind.
Das
Buch spannt den Bogen von Mobbingdefinition über Ursachen
und Verlauf bis dahin, was alle Beteiligten dagegen tun
können, beziehungsweise setzt auch einen Schwerpunkt
darauf, es erst gar nicht dazu kommen zu lassen.
Mir
gefällt sehr gut der ausgewogene Blick auf das Thema,
das doch meist recht einseitig dargestellt wird. Die Autoren
ergreifen keine Partei, gehen aber auf alle von Konflikten
und Mobbing berührten Personen gleichermaßen
ein: auf die Betroffenen (und auch darauf, wie diese nicht
nur die Situation, sondern auch sich selbst betrachten und
aktiv werden können), auf den oder die Mobber (wobei
auch klar dargestellt wird, dass jeder das Potenzial zum
Mobben hat, und das auch anhand von Informationen und Beispielen
illustriert) und natürlich auf die Rolle der Unternehmen
und Führungskräfte.
Besonders
gut gefallen mir auch die kleinen hilfreichen Selbsttests:
etwa, ob man von seiner Persönlichkeit her eher ein
Typ ist, der gemobbt wird, oder für Unternehmen, ob
Atmosphäre und Verhalten das Mobbing begünstigen
oder eher nicht wahrscheinlich machen.
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Kleine
Einführung in das SchubladenDenken
Über Nutzen und Nachteil des Vorurteils
(Jens Förster) |
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Interessieren
Sie sich auch dafür, sich zu hinterfragen und auch
unbequemen Themen auf den Zahn zu fühlen? - Mir geht
das so, und insofern sind "Vorurteile" besonders
spannend, finde ich, denn das ist einer dieser Bereiche,
bei denen man sich selbst schnell frei spricht oder denkt,
nicht besonders beeinflussbar zu sein.
Jeder
Mensch hat Vorurteile, und bei der Lektüre dieses Buches
sieht man, wie vielfältig und oft im Kleinen sich Klischees
verankern und Vorurteile - teilweise in der Kindheit erlernt
- bemerkbar machen.
Der
Autor ist Sozialpsychologe und Uni-Professor. Er schreibt
sehr "menschlich" und berichtet auch von eigenen
Erfahrungen. Besonders interessant sind Berichte über
Versuche, die den Einfluss von Vorurteilen belegen - teilweise
in völlig absurd erscheinender Ausprägung, etwa
wenn vor dem Lösen von Matheaufgaben einer Gruppe Blondinenwitze
erzählt werden und diese Gruppe anschließend
schlechter rechnet!
Inhalt:
1. Von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierung, 2.
Alles gegessen? Warum wir es immer noch mit Vorurteilen
zu tun haben, 3. Die Welt im Kopf - Wie Vorurteile im Gedächtnis
abgespeichert sind und wie sie unsere Wahrnehmung erleichtern
und verzerren, 4. Das Unbewusste schlägt zurück:
Von Stereotypen, die unbewusst unser Verhalten bestimmen,
und von fast zwangsläufiger Diskriminierung, 5. Full
Stop: Sind sozialpsychologische Experimente sinnvoll?, 6.
Vom Messen und Maßnahmen: Muster, Persönlichkeitsstrukturen,
psychologische Quellen der Diskriminierung und Vorurteilsmaße,
7. Raus mit den Vorurteilen! Vom mühsamen, aber hoffnungsvollen
Kampf gegen Stereotype im Kopf, gegen Vorurteile im Herzen
und von möglichen Wegen zur Verhinderung von Diskriminierung,
8. Vorurteile - eine Zusammenfassung und gleichzeitige Suche
nach ihrem Sinn, Epilog, Literatur.
Ein
sehr interessantes und vielseitiges Buch über "Den
Nutzen und Nachteil des Vorurteils" (wie der Untertitel
auch heißt), bei dem man mehr als einmal ein "Tatsächlich!"
oder "Unglaublich!" ausstößt und auch
viel über sich selbst lernen kann.
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Emotionale
Intelligenz
(Daniel Goleman) |
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Dass
Gefühle unseren Umgang mit anderen und unser ganzes Leben
sehr stark beeinflussen, weiß jeder aus eigener
oft bitterer Erfahrung. Was Emotionen in uns bewirken
und wie man klüger mit ihnen umgehen kann - und so die
eigene Lebensqualität und die der anderen erhöht
- , schildert der Psychologe Goleman auf gut verständliche
und packende Weise. |
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Motivationstechniken
(Georg Felser) |
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Ich
gebe zu, dass ich erst ziemlich skeptisch war - der Titel
kam mir zunächst theoretisch vor und die Umschreibung
"-techniken" beschwor in mir sofort ein "uhoh:
Manipulation" herauf. Weit gefehlt! Dieser postkartengroße
Ratgeber (ca. 130 Seiten) ist spannend zu lesen - vor allen
Dingen, weil man die "Theorie" zum Thema Motivation
und die zahlreichen Beispiele wunderbar auf sich selbst
anwenden bzw. hinterfragen kann.
Es werden folgende Themen behandelt: Das Zusammenspiel Person
<-> Situation, Ziele und Motive, Werte und Identität,
Bedingungen für Motivation und Motivieren von außen,
Den Alltag motivierend gestalten -Zusammenfassendes zur
Selbstmotivation, Motive bei anderen erkennen - Fallbeispiele
zur Fremdmotivation. Das Buch informiert in breiter Form
und bietet eine ausführliche Literaturliste für
alle, die sich mit Einzelthemen intensiver beschäftigen
wollen. Das Buch ist besonders dahingehend empfehlenswert,
als man während und nach der Lektüre differenzierter
an das Thema herangeht.
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Lernen.
Gehirnforschung und die Schule des Lebens
(Manfred Spitzer)
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Ein
hochinteressantes, fast 500 Seiten starkes Buch hat Herr Spitzer
hier geschaffen.
Unser
Gehirn lernt immer. Was dabei passiert, was man bisher über
Lernprozesse weiß und natürlich auch welche überholten,
laienhaften und falsche Ansichten es gibt, erklärt
der Autor ausführlich.
Schon
in der Einführung spricht Manfred Spitzer Klartext,
wenn er sagt "Wer einfache (um nicht zu sagen: billige)
Ratschläge erhofft, wie er ohne viel Mühe Chinesisch
lernt, am besten im Schlaf, der wird enttäuscht. Machen
wir uns nichts vor (auch wenn es genügend Bücher
gibt, die genau dies tun). Es gibt keine Taschenspielertricks,
mit denen man im Nu lernt." Entsprechend will er sein
Buch als Gebrauchsanweisung verstanden wissen. Man erfährt
Erkenntnisse und Ansätze der Gehirnforschung in puncto
Lernen und kann sich dieses Wissen dann zu Nutze machen.
Der
Inhalt: Einleitung, Teil I: Wie wir lernen, Teil II: Was
Lernen beeinflusst, Teil III: Lebenslang lernen, Teil IV:
Gemeinschaft lernen, Teil V: Schlüsse: Von PISA bis
Pisa.
Etwa
ein Fünftel des Buches widmet sich dem Thema "Gewalt
im Fernsehen lernen" und dem Schul-Unterricht.
"Lernen"
ist eine spannende Lektüre für jeden, der mehr
über die Funktionsweisen des Gehirns und darüber,
wie Lernmechanismen funktionieren, was dabei nützt
und was stört erfahren möchte. Das alles bezieht
sich keineswegs nur auf Faktenwissen, sondern auch auf Emotionen,
Werte und Verhaltensweisen.
Fazit:
Der Universitätsprofessor schafft es, in wissenschaftliche
Details zu gehen und das in einer leicht verständlichen
und angenehmen Schreibe. Besonders spannend fand ich auch
die zahlreichen interessanten Versuche in der Gehirnforschung,
bei denen der Versuchsaufbau, eventuelle Varianten und die
Ergebnisse beschrieben werden - häufig durch Skizzen
oder Bilder verdeutlicht.
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So
lügt man mit Statistik
(Walter Krämer) |
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Vor
einigen Jahren nahm ich an einer Konferenz teil, die eine
Unternehmensberatung einberufen hatte. Man hatte weltweite
Niederlassungen besucht und unter anderem Kundenbefragungen
vor Ort vornehmen lassen. Diese Ergebnisse wurden nun vorgestellt
und kommentiert.
Bei
einer Zahl stutzten wir: In Frankreich, so war zu erfahren,
bevorzugten tatsächlich 100 % aller befragten Kunden
ein neues Produkt. Ein erstaunliches Ergebnis ... bis die
französische Kollegin ganz irritiert sagte: "Ähm,
das kann gar nicht sein, tatsächlich hat nur ein Kunde
dieses Produkt bevorzugt." Bei noch näherer Betrachtung
kam heraus: Befragt wurden überhaupt nur 15 Kunden.
Und bei genau diese Frage hatte nur ein einziger Kunde bejaht
und alle anderen hatten sich gar nicht geäußert.
Die Beraterin, die die Umfrage ausgewertet hatte, hatte
(übrigens in der gesamten Auswertung) die Anzahl der
tatsächlich gegebenen Antworten mit 100 % gleichgesetzt
und nicht etwa die Gesamtkundenzahl als Bezugsbasis genommen.
Bestimmt
kennen Sie Sprüche wie "Traue keiner Statistik,
die Du nicht selbst gefälscht hast", und dennoch
denke ich, dass die meisten Menschen im Alltag gar nicht
so richtig merken, wenn ihnen (bewusst oder unbewusst) ein
X für ein U vorgemacht wird. Umso wichtiger finde ich
Bücher wie dieses hier, die einem einfach bewusster
machen, wie schnell man in eine bestimmte Richtung manipuliert
wird ... oder ganz einfach einem Irrtum aufsitzt.
Der
Autor ist Professor für und Wirtschafts- und Sozialstatistik
an der Universität Dortmund. Das Buch ist sehr leicht
verständlich und auch launig geschrieben. Selbst Mathe-
und Statistik-Feinde oder solche, die über sich denken,
dafür kein Händchen zu haben, werden gut mit den
Aussagen und Erklärungen zurechtkommen.
Anhand
von Rechenbeispielen, unterschiedlicher grafischer Darstellungen
von Zahlen - und wie diese sich auswirken - und Erklärungen,
welche Rolle das persönliche Empfinden spielt (etwa
dass wir krummen Zahlen mehr Bedeutung beimessen als glatten),
erfährt man Kapitel für Kapitel, wie schnell man
sich verzettelt und einen falschen Eindruck bekommt.
Inhalt:
Die Illusion der Präzision, Die betrügerische
Basis, Vorsicht Kurve!, Protzige Prozent, Manipulierte Mittelwerte,
Trügerische Trends, Der synthetische Superlativ, Die
vorsortierte Stichprobe, Das frisierte Piktogramm, Wie es
in den Wald hineinschallt ..., Statistisch oder wirklich
arbeitslos?, Arm und reich - alles gleich?, Allerlei Kartentricks,
Korrelation kontra Kausalität, Fluglärm erzeugt
AIDS, Mythos Sozialprodukt, Welchen Zahlen kann man noch
vertrauen?
Ich
empfehle das Buch jedem, der sein eigenes Denken und die
eigene Beeinflussbarkeit überprüfen möchte
- vor allen Dingen, um sich für kritisches Denken und
Nachfragen zu sensibilisieren. Allzu oft werden wir, schon
alleine durch die Medien, mit allen möglichen Zahlen,
Aussagen und "Beweisen" konfrontiert, und es ist
gar nicht so einfach, das immer sofort zu durchschauen.
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Das
Ende der Ausreden
Was alles möglich wird, wenn wir nur wollen
(Brigitte Roser)
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Heute
habe ich wieder mal ein richtiges Schätzchen für
Sie gefunden: "Das Ende der Ausreden" hat nicht
nur einen spannenden Titel - auf 340 prallgefüllten Seiten
geht es nur um Ausreden, woher sie kommen, wie sie uns nützen,
wie wir uns selbst auf die Schliche kommen.
Ich
persönlich mag Bücher gerne, in denen ein klar
umrissenes Thema von allen möglichen Seiten und bis
ins Detail besprochen wird. Und wie Sie am Inhaltsverzeichnis
sehen, werden Sie "Ausreden" einmal ganz intensiv
kennenlernen - und sich damit auseinandersetzen können.
Inhaltsverzeichnis:
Willkommen im Club! Sie reden sich also auch heraus! - 1.
Was sind eigentlich Ausreden? - 2. Wie wir mit Ausreden
unproduktive Spiele spielen - 3. Wir leiden lieber als zu
handeln- Ausreden sind unsere Komplizen dabei - 4. Wie wir
gelernt haben, uns für die Passivität und damit
für das Problem zu entscheiden - 5. Wir halten am Problem
fest, weil wir uns noch nicht trauen, es loszulassen - 6.
Was Ausreden und Erwachsenwerden miteinander zu tun haben
- 7. Wir versuchen, Konflikten mit vorgeschobenen Argumenten
aus dem Weg zu gehen - 8. Unsere Selbstverständlichkeiten
hindern uns daran, neue Erfahrungen zu machen - 9. "Ich
bin eben so!" Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur
Besserung? Von wegen! - 10. Vertrieben aus dem Paradies
bedingungsloser Liebe - 11. Ego und Selbst: Eine folgenschwere
Verwechslung - 12. "Stell dich nicht so an!" Wie
die Sätze unserer Kindheit immer noch Macht über
uns haben - 13. Das eigene Leben erzählen: Ein Wagnis,
das sich immer lohnt - 14. Das Enneagramm: Liebeserklärung
an ein Persönlichkeitsmodell, das Ihr Leben verändern
könnte - 15. Die neun Typen im Enneagramm: Neun Mal
Ego, neun Mal rechthaben - 16. Die Apokalypse: Wohin uns
Ausreden führen, wenn wir immer so weitermachen - 17.
Und wie kommen wir nun konkret weiter? - 18. Zurück
zum Selbst finden: Die Kraft der Stille - 19. Lass es Liebe
sein: Wir brauchen einen freundlichen Blick auf uns selbst
- 20. Wie auch immer es uns geht: Wir sollten tun, was uns
guttut - 21. Genießen können wir nie zu viel
- 22. Abschied vom "Ich bin eben so": Persönlichkeit
ist kein Schicksal - 23. Wie Sie Ihr Verhaltensrepertoire
erweitern können - 24. Lieblingsgefühle: Wie Sie
verhindern können, dass aus Erwartungen Enttäuschungen
werden - 25. Den Tunnelblick öffnen: Wie Sie Ihre Aufmerksamkeit
erweitern - 26. Unglaublich, was wir so alles glauben -
27. Wenn Sie sich sehr über einen anderen Menschen
ärgern - nutzen Sie diese Gelegenheit für inneres
Wachstum - 28. Von den Ausreden lassen, ganz erdverbunden
üben und: Den Kopf in die Sterne heben - Literaturtipps.
Frau
Roser ist Diplom-Psychologin, macht also die Zusammenhänge,
Ursachen und Konsequenzen deutlich. Sie bietet auch einige
praktische Übungen für die Leser, die beispielsweise
ihre Überzeugungen oder Muster näher unter die
Lupe nehmen möchten.
Was
mir besonders gefallen hat, ist die kompetente und launige
Schreibe. Frau Roser schreibt aus Erfahrung - mit ihren
Patienten, aber auch ihrer eigenen. Und dieses Praktische
und Ungekünstelte kommt deutlich rüber und macht
Spaß beim Lesen. Ich habe häufig genickt, gelächelt
und gedacht: "Ja genau, so isses!" und mich in
der einen oder anderen Passage wieder erkannt. Und genau
das macht auch Freude und motiviert, im Buch weiterzulesen:
Man erkennt sich selbst wieder, es gibt spannende Informationen
oder Aspekte zu ergründen. Die Vorstellung des Enneagrammes
macht Spaß, weil man herausfinden kann, welcher Typ
man ist und was das in puncto Ausreden bedeutet.
Ich
empfehle das Buch allen, die sich gerne selbst hinterfragen
- nicht nur denen, die gerade irgendwelche Vorsätze
oder Pläne haben. Und es ist auch ein schönes
Buch für Abteilungsleiter oder Firmenchefs: Schenken
Sie es einfach Ihren Mitarbeitern.
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Wer
bin ich? 777 indiskrete Fragen
(Rolf Dobelli) |
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Auf
der Buchrückseite heißt es: "Fragen, denen
sich jeder mindestens einmal im Leben stellen muss. Zur
diskreten Selbsterforschung oder als amüsantes Gesellschaftsspiel.
Fragen, die belustigen, die unter die Haut gehen, unerwartete,
hinterhältige Fragen, die sich ihrerseits in Frage
stellen ..." - treffender kann man es nicht zusammenfassen.
Ich
habe ähnliche Konzepte schon gelesen. Meist gehen sie
über zwar interessante, aber banale Fragestellungen
zur Persönlichkeit, Erfahrungen und Meinungen nicht
hinaus. Bei diesem Buch ist es anders: Meine Reaktion beim
Lesen war abwechselnd:
- Ah!
- Oh!
- Hmmm.
- ???
- Und das eine oder andere Mal habe ich schallend gelacht.
Die
Fragen sind aus den Bereichen: Leben, Denken, Handeln, Glück,
Liebe, Beziehungen, Sex, Ehe, Affären, Lügen,
Gefühle, Geschenke, Erfolg, Karriere, Management, Geld,
Freunde, Die Anderen, Ohne Titel, Glauben, Alter, Gott,
Tod.
Herr
Dobelli ist ein schlauer Mann. Er stellt spannende Fragen,
gibt vielen einen überraschenden Dreh - nichts ist
banal. Und immer wieder dazwischen gestreut sind Fragen,
bei denen ich mir vorstelle, wie er beim Schreiben verschmitzt
lächelt und sich freut, was ihm da jetzt wieder eingefallen
ist!
Ich
finde das Buch ganz hervorragend. Es ist eine amüsante
Lektüre. Es regt die Gedanken an. Und ich habe mir
vorgenommen, jetzt nochmal von vorne zu beginnen und die
Fragen jetzt auch wirklich ausführlich zu beantworten
- dazu beginne ich eine Heft und schreibe jeden Tag eine
Seite pro Frage.
Eine
wunderbares, hintergründiges Buch - das auch ein schönes
Geschenk ist.
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Denken
hilft zwar, nützt aber nichts Warum wir immer wieder
unvernünftige Entscheidungen treffen
(Dan Ariely)
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Der
Originaltitel ist aussagekräftiger: "Predictably
irrational. The Hidden Forces that Shape Our Decisions".
Wir alle denken ja gerne, dass wir unsere Entscheidungen
selbst treffen. Nehmen wir die Werbung. Wie oft haben Sie
sich schon an den Kopf gegriffen, wenn wieder ein wirklich
blöder Werbespot gelaufen ist und Sie sich dachten:
"Meine Güte, wer lässt sich von sowas beeinflussen!
Ich auf jeden Fall nicht." - Bestimmt haben Sie sich
auch schon öfter überlegt oder es sogar gesagt,
wie Sie sich in einer Situation verhalten würden. In
einer Notsituation würden Sie bestimmt einen kühlen
Kopf behalten und niemals so hysterisch reagieren. Wenn
Sie in einer Beziehung betrogen werden, würden Sie
sofort einen Schlussstrich ziehen.
Sehr
häufig ist aber alles anders in dem Moment, wo wir
selbst in dieser Situation stecken.
Dan
Ariely hat in diesem Buch genau solche Situationen beschrieben
und erzählt in sehr unterhaltsamer und spannender Schreibe
von eigenen Einsichten und von zahlreichen spannenden Experimenten.
Hätten
Sie beispielsweise gedacht, dass Leute, die gemeinsam in
ein Restaurant gehen, anders bestellen, wenn Sie laut bestellen
(wie man das gemeinhin so macht), als wenn sie schriftlich
bestellen, so dass niemand hört, was der andere ordert.
Und dass diese unbeeinflussten Bestellungen das sind, was
die Leute auch wirklich lieber mögen.
Oder
kommt Ihnen das bekannt vor: Sie wollen einen Stift für
15 Euro kaufen und erfahren, dass es dieses Produkt in einem
weiter entfernten Laden 5 Euro billiger gibt. Daraufhin
fahren Sie lieber die zwanzig Minuten zu dem anderen Laden.
Wie aber sieht es aus, wenn Sie gerade ein Kleidungsstück
für 200 Euro kaufen und erfahren, dass es in dem weiter
entfernten Laden das gleiche Stück für 195 Euro
gibt? Vermutlich denken Sie sich jetzt: Ach, was. Wegen
dieser 5 Euro fahre ich doch jetzt nicht 20 Minuten durch
die Gegend! - Hä? Die relative Ersparnis zum Kaufpreis
dürfte keine Rolle spielen. Entweder Ihre Zeit ist
Ihnen 5 Euro wert, dann fahren Sie sowohl für den Stift
als auch für die teurere Kleidung zum anderen Laden.
Genau
solche unlogischen Denkfehler und weitere Beeinflussungen
erklärt das Buch.
Da ich
die englische Ausgabe "Predictably
irrational" hier habe, kann ich das Inhaltsverzeichnis
nur grob übersetzen:
Einführung:
Wie eine Verletzung mich zur Irrationalität und zu
der hier beschriebenen Forschung brachte, 1. Die Wahrheit
über Verhältnismäßigkeit - Warum alles
relativ ist, auch wenn es das nicht sollte. 2. Der Trugschluss
von Angebot und Nachfrage - Warum der Preis von Perlen -
und allem anderen - offen ist. 3. Die Kosten von 0 Kosten
- Warum wir oft zu viel bezahlen, wenn wir nichts bezahlen.
4. Die Kosten sozialer Standards. - Warum wir gerne Dinge
tun, aber nicht, wenn uns jemand dafür bezahlt. 5.
Der Einfluss von Erregung - Warum heiß sehr viel heißer
ist, als uns bewusst ist. 6. Das Problem von Prokrastination
und Selbstkontrolle. - Warum wir uns nicht dazu bringen
können, zu tun, was wir tun wollen. 7. Der hohe Preis
von Eigentum. - Warum wir überbewerten, was wir haben.
8. Türen offen halten. - Warum Möglichkeiten uns
von unseren hauptsächlichen Zielen ablenken. 9. Die
Auswirkungen von Erwartungen - Warum der Verstand bekommt,
was er erwartet. 10. Die Macht des Preises - Warum ein 50-Cent-Aspirin
kann, was ein Aspirin für einen Penny nicht kann. 11.
Der Zusammenhang mit unserem Charakter, Teil 1 - Warum wir
unehrlich sind und was wir dagegen tun können. 12.
Der Zusammenhang mit unserer Persönlichkeit, Teil 2
- Warum der Umgang mit Bargeld uns ehrlicher macht. 13.
Bier und "free lunches" - Was ist Verhaltensökonomie
und wo sind die kostenlosen Mittagessen? - Bonusmaterial
für die überarbeitete und ergänzte neue Version.
Wenn
Sie sich dafür interessieren, wie komplex die Einflussfaktoren
auf unsere Entscheidungen sind, oder wenn Sie ganz einfach
Spaß daran haben, sich selbst zu hinterfragen, dann
ist das Buch genau richtig.
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Wer
überlebt?
Warum manche Menschen in Grenzsituationen überleben,
andere nicht
(Ben Sherwood)
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Das
ist das spannendste Buch, das ich seit Langem gelesen habe.
Auch wenn es nicht unmittelbar mit Berufsthemen zu tun hat,
möchte ich es dennoch in unsere Buchtipps aufnehmen,
denn auch wenn es um Katastrophen & Co. geht, so hat das
Buch natürlich in erster Linie mit Persönlichkeit
und Selbstmanagement zu tun.
"The
Survivor Club" ist entstanden, weil der Autor sich
gefragt hat, warum manche Menschen schlimme Situationen
überleben: Was macht sie aus? Was machen Leute "richtig"
beziehungsweise was machen andere falsch - manchmal mit
fatalem Ausgang.
Der
Autor greift jedes Thema sehr umfassend auf: Man erfährt
Hintergründe, Statistiken, interessante Informationen
wie beispielsweise, dass Stewardessen im Flugzeug darauf
trainiert sind, schon beim Einsteigen und losem Smalltalk
mit den Passagieren darauf zu achten, wie diese "gestrickt"
sind und wer im Fall des Falles als nützlicher Unterstützer
einbezogen werden kann. Besonders spannend ist es, dass
Interviews mit Menschen geführt werden, die in solchen
Extremsituationen waren.
So wird
beispielsweise ein Überlebender der Estonia, des Fähr-Unglücks
in den 90er Jahren, bei dem 852 Passagiere gestorben sind,
ausführlich interviewt und nimmt den Leser mit auf
die Fähre in dem Moment, wo das Unglück begann.
Wir erfahren, wie sich der Untergang entwickelte und wie
so viele Leute unnötigerweise gestorben sind, einfach
weil sie vor Angst und Nichtwissen, wie sie reagieren sollten,
regelrecht wie gelähmt auf Deck standen.
Ich
habe das Buch im Original gelesen (The
Survivors Club: The Secrets and Science that Could Save
Your Life), darum kann ich das Inhaltsverzeichnis
jetzt nur in einer groben Übersetzung liefern:
Inhalt:
Prolog - Einführung - Teil 1: Was braucht es zum Überleben?,
1. Eine Stricknadel durch's Herz: Die 3 Regeln des Überlebensclubs,
2. Die Statuen im Sturm: Warum so viele Leute sterben, wenn
sie es nicht sollten - 3. Neunzig Sekunden, um Dein Leben
zu retten: Die falschen (und richtigen) Dinge, die Sie im
Falle eines Flugzeugabsturzes tun können - 4. Der Organ-Vortrag:
Wer lebt und wer stirbt in der Notaufnahme? - 5. Der Überschall-Mann:
Wie viel vom Leben (und dem Tod) sind wirklich kontrollierbar?
- 6. Aus dem Maul des Löwen gerettet: Gebete, Wunder
und die Kraft des Glaubens - 7. Die Tänzerin und der
Engel des Todes: Wie konnte irgendjemand den Holocaust überleben?
- 8. Die Wissenschaft des Glücks: Warum denselben Leuten
immer wieder Gutes widerfährt - 9. Das Monster umarmen:
Wie Angst Ihr Leben retten kann - 10. Zu eigensinnig zum
Sterben: Macht der Wille zum Leben einen Unterschied? -
11. Das Widerstands-Gen: Wer kommt wieder auf die Beine
und wer nicht? - 12. Was mich nicht umbringt: Warum Ungemach
gut für Sie ist. - Teil 2: Sind Sie ein Überlebender?
- 13. Das Profil von Überlebenden: Entdecken Sie Ihre
Überlebenspersönlichkeit - 14. Ihr Überlebens-IQ:
Was für ein Überlebenstyp sind Sie? - 15. Ihr
Überlebens-Werkzeugkasten: Was sind Ihre Top 3 Stärken?
- Nachwort - Anhang.
Ich
empfehle Ihnen das Buch, wenn Sie sich für die Thematik
an sich interessieren, aber auch, wenn Sie gerne über
sich selbst reflektieren: Wie würde ich damit wohl
umgehen? Was bin ich für ein Mensch? Wie denke ich
darüber?
Vermutlich
wird diese Art von Buch möglicherweise auch im Ernstfall
irgendetwas bewirken. Alleine das Bewusstsein für bestimmte
Reaktionen oder die eine oder andere wichtige "nebenbei
mal aufgeschnappte" Information kann sich in der Praxis
ja immer mal als nützlich erweisen.
Das
Buch verweist im letzten Teil auf verschiedene Online-Fragebögen
und Auswertungen auf der Website zum Buch. Im Buch ist ein
Zugangscode eingedruckt. Leider hat die Online-Geschichte
bei mir nicht richtig funktioniert: Die Website blieb immer
hängen etc., insofern kann ich über diese Online-Erweiterung
nicht viel sagen.
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:59
Seconds
Think a little.
Change a lot.
(Richard Wiseman)
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Von
Richard Wiseman habe ich Ihnen kürzlich schon "The
Luck Factor" empfohlen. Auch
:59 Sekunden ist ein absolut lesenswertes, kurzweiliges
Buch, das durchsetzt ist mit interessanten Versuchsaufbauten
dazu, wie Leute so ticken und sich verhalten.
Aber
lassen Sie mich zuerst etwas aus dem Weg räumen, das
mir nicht gefällt: Auf der Buchrückseite - und
auch auf dem deutschen Titel,
der im Dezember 2009 erscheint, wird der Eindruck
erweckt, dass man mal eben innerhalb von wenigen Minuten
sein Leben verändern kann. Dass alle möglichen
Coaches, Psychologen und Trainer einen glauben machen wollten,
dass man Wochen oder sogar Monate bräuchte, wo es doch
soooo einfach in ein paar Minuten geht: Fitnessstudio? Nö,
da muss man nicht hingehen, sondern nur dran denken, dass
man hingeht - reicht auch. Sie sind nicht kreativ? Stellen
Sie sich einfach ein paar Topfpflanzen auf. Dieses arg Plakative
klingt gut und markig, aber für mich untergräbt
das eher das Buch und seinen Nutzen.
Wenn
man darüber hinwegsieht, ist das Buch nämlich
auf jeden Fall interessant und birgt unzählige kleine,
ganz praktische Tipps und teilweise überraschende Informationen
und Versuchsergebnisse. Man kann das Buch sehr gut querlesen:
Die Kapitel sind jeweils recht kurz und knackig formuliert
und am Ende jedes Kapitels gibt es eine Zusammenfassung
"In 59 Sekunden oder weniger", wo die zentralen
Tipps nochmal auf den Punkt gebracht werden.
Soll
man in einem Job-Interview beispielsweise einen Makel lieber
von vornherein zugeben oder erstmal die guten Sachen voranstellen
und später damit herausrücken? Wie wirke ich attraktiv
und bekomme jemanden, der mir gefällt, dazu, sich mit
mir zu unterhalten? Warum es meinem Kind eher schadet, wenn
ich es über den grünen Klee lobe (obwohl ich es
doch nur ermutigen will).
Das
Buch umfasst alle Lebensbereiche. Da ich die englische Ausgabe
vorliegen habe und nicht weiß, wie das Inhaltsverzeichnis
der deutschen Ausgabe genau lautet, hier wieder der englische
Inhalt.
Inhalt:
Introduction - Happiness - Persuasion - Motivation - Creativity
- Attraction - Stress - Relationsships - Decision Making
- Parenting - Personality - Conclusion: Ten techniques in
59 seconds.
Ich
empfehle das Buch jedem, der sich für Menschen und
ihr Verhalten interessiert. Die verschiedenen Versuchsaufbauten
sind zudem eine tolle Fundgrube für praktische und
überraschende Beispiele, die besonders Coaches, Berater
und Trainer gut für ihre Arbeit nutzen können.
Vor
allen Dingen aber ist das Buch natürlich etwas für
Sie, wenn Sie sich gerne selbst hinterfragen und wenn Sie
neue Vorgehensweisen ausprobieren möchten. Ob im beruflichen
oder privaten Kontext: Es wird ganz praktisch auf alle Aspekte
des täglichen Lebens eingegangen.
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The
Creative Habit
(Twyla Tharp) |
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Auf
dieses Buch bin ich vor einigen Wochen beim Stöbern
auf einer amerikanischen Website aufmerksam geworden: Die
Autorin ist eine bekannte Choreografin in den USA, die auf
internationalen Bühnen, für Fernsehen und Kino
und Musicals tätig ist.
"The
Creative Habit" ist kein typischer Ratgeber, der theoretisch
an die Sache herangeht, sondern es ist ein praktisches,
manchmal philosophisch angehauchtes Buch, in dem die Autorin
aus ihrem eigenen Alltag und über ihre Gewohnheiten
erzählt und daraus "Regeln" und Anstöße
für die eigene Kreatitivät ableitet. Jedes Kapitel
enthält außerdem eine Handvoll Übungen,
die der Leser für sich selbst ausprobieren kann, um
in jeder Phase des kreativen Prozesses loszulegen beziehungsweise
neue Sichtweisen zu gewinnen.
Mir
gefällt besonders gut, dass Disziplin dabei eine wesentliche
Rolle zugeteilt bekommt. Kreatitivät ist eben nicht
nur die berühmte Muse, die küsst oder auch nicht,
sondern es steckt viel Fleiß und Übung drin.
Da die
Autorin Choreografin ist, sind die Beispiele auch immer
aus der künstlerischen Ecke: So erfährt man beispielsweise,
dass Fred Astaire extrem hart arbeitete und stundenlang
vor dem Spiegel übte, damit das Endergebnis so aussah,
als wäre es völlig locker und würde keinerlei
Anstrengung erfordern. Oder die Autorin beschreibt, wie
sie jeden Tag im Morgengrauen erst einmal für zwei
Stunden ins Fitnessstudio fährt: Sie steht auf, nimmt
sich ein Taxi und macht Sport. Die Gewohnheit dabei ist
für sie nicht das Sporteln, sondern das Taxi! In dem
Moment, wo sie im Taxi sitzt und dem Fahrer die Adresse
des Fitnessstudios nennt, ist klar, dass jetzt erstmal Sport
angesagt ist.
Das
Buch ist leider nur auf Englisch erhältlich.
Inhalt:
I walk into a White Room - Rituals of Preparation - Your
Creative DANN - Harness Your Memory - Before You Can Think
out of the Box, You Have to Start with a Box - Scratching
- Accidents Will Happen - Spine - Skill - Ruts and Grooves
- An "A" in Failure - The Long Run.
Ich
empfehle das Buch allen, die sich auch für Kunst interessieren:
Viele der Beispiele sind natürlich aus dem Arbeitsalltag
der Autorin und befassen sich mit Musik, Tanz und Choreografie.
Auch wenn die Tipps im Buch davon unabhängig sind,
ist das Buch doch vom künstlerischen Blickwinkel sehr
durchdrungen und spricht schwerpunktmäßig Leute
an, die künstlerisch tätig sind.
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Fallstricke.
Die häufigsten Denkfehler in Alltag und Wissenschaft
(Ulrich Frey,
Johannes Frey)
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"Warum
machen selbst kluge Menschen immer wieder dumme Fehler?"
heißt es auf der Buchrückseite. Da gibt es Beispiele
von Bauwerken, wie der millionenschweren Brücke, die
von beiden Uferseiten begonnen wurde und deren Teile sich
in der Mitte um ca. 50 cm verfehlen. Dann das umfassende Rettungsprogramm
eines Waldgebietes, das trotz besten Willens und großen
Expertenwissens genau dadurch unrettbar zerstört wurde.
Oder auch viele Beispiele aus der Medizin.
Die
beiden Autoren schreiben leicht verständlich und anhand
zahlreicher aktueller Fallbeispiele über typische "Denkmuster,
die über Jahrmillionen erfolgreich waren, aber für
unsere moderne Welt nicht taugen".
Inhalt:
Kapitel 1: Irren ist menschlich - Kapitel 2: "Alles
neu? Ich weiß Bescheid!" Informationsgewinn in
unbekannter Umgebung - Kapitel 3: Komplexe Probleme, einfache
Probleme - Kapitel 4: Lieber schnell und falsch als gar
nicht. Handlungsfähigkeit durch Kohärenz - Kapitel
5: Strukturen: Unser Gehirn ordnet die Welt - Kapitel 6:
Was nun? Fazit und Ausblick - Anhang: Anmerkungen, weiterführende
Literatur, Literaturverzeichnis
Ich
habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen: Es ist sehr
spannend und unterhaltsam geschrieben und so manches der
genannten Beispiele lässt einen die Augen halb aus
dem Kopf fallen. Immer wieder bauen die beiden Autoren auch
überraschende Witzchen ein, von denen ich natürlich
jetzt keines verrate.
Das
Kategorisieren der unterschiedlichen Denkmuster und das
"Aufbohren", welche Fehler und Denkfallen sich
darin verbergen, sind sehr nützlich, um selbst achtsamer
zu sein und sich beim nächsten Mal rechtzeitig zu ertappen.
Denn natürlich sind das allgemein gültige häufige
Denkfehler, die uns alle betreffen.
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Mein
Buch für das Leben
(Yvonne Niewerth)
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Hier
habe ich wieder eine schöne Neuentdeckung für
Sie: "Mein Buch für das Leben" ist ein Buch
zum Selbstausfüllen.
Im Gegensatz
zum ebenfalls sehr empfehlenswerten Wer
bin ich? 777 Indiskrete Fragen geht es hier etwas
freier zu. Das Buch besteht aus einer Fülle schlichter,
lebendig gestalterer Seiten, die ganz unterschiedliche Fragen
aufwerfen.
Worauf
freue ich mich am meisten?
Wer ist der mir wichtigste Mensch - und wie ist er so?
Was ist der perfekte Tag?
Wie sieht das Paradies aus?
Was will ich erreichen ... heute morgen übermorgen
oder auch ganz allgemein: Wie denkst du über das Leben?
Es macht
riesig Spaß, das Buch irgendwo aufzuschlagen und auszufüllen,
was einem gerade Freude macht und so ganz vielseitige Erkenntnisse
zu bekommen, ohne dass es wirklich "Arbeit" ist,
was bei Selbsterkenntnissen doch oftmals der Fall ist.
Das
Buch wirkt sehr hochwertig, hat einen hübschen Stoffeinband,
der Titel ist silber und es gibt ein Stoffbändchen
als Lesezeichen. Damit ist es auch ein wunderbares Geschenk.
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Gewissensfragen
Streitfälle der Alltagsmoral
(Rainer Erlinger)
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Vielleicht
kennen Sie die Kolumne "Gewissensfragen" von Rainer
Erlinger aus dem Süddeutsche Zeitung Magazin. Ich habe
zu diesem Buch gegriffen, weil mir die Kolumne gefiel und
weil ich Herrn Erlinger schon mal live erleben durfte, wo
er spontan zu Zuschauerfragen "moralische Antworten"
gab.
Leser
des SZ-Magazins haben verschiedenste Fragen eingeschickt,
zum Beispiel, ob man seinen Liegestuhl aus moralischen Gründen
mit einem Handtuch reservieren darf; ob es richtig gewesen
ist, im Ausland einen zum Tode Verurteilten für 800
Dollar freizukaufen (was man in diesem Land legalerweise
darf); ob es moralisch bedenklich sei, auf einem Parkplatz
vor dem Haus zu parken, obwohl man doch gleich um die Ecke
eine Parkgarage angemietet hat ... meist handelt sich um
ganz normale Alltagsfragen, die sehr spannend beleuchtet
werden.
Herr
Erlinger beantwortet Fragen aus den Bereichen: Familie &
Kinder, Urlaub & verreisen, Beruf & Arbeitsplatz,
Straße & Schiene, Liebe & Partnerschaft, Umwelt
& Tiere, Mäuse & Moneten, Körper &
Gesundheit, Schule & Ausbildung, Recht & Gesetz,
Verhalten & Miteinander, Dies & Das.
Das
Schöne ist, dass Herr Erlinger nicht einfach ganz subjektiv
antwortet, "wie er eben denkt", sondern recherchiert.
Und dann oft auch ganz überraschende Antworten aus
verschiedenen moralischen Welten beleuchtet und kurz, knackig
und immer unterhaltsam auf den Punkt bringt.
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Freakonomics
Überraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen
(Steven D. Levitt,
Stephen J. Dubner)
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Wenn
Sie gerne Bücher lesen, die differenzierter hinsehen,
die mit Statistik spielen und übliche Manipulationen
oder fehlerhafte Rückschlüsse durchschauen möchten,
ist Freakonomics genau richtig für Sie.
Inhalt
(in Englisch, da ich nur die Originalversion vorliegen habe):
Introduction: The Hidden Side of Everything - Kapitel 1:
What Do Schoolteachers And Sumo Wrestlers Have in Common?
- Kapitel 2: How Is The Ku Klux Klan Like A Group of Real-Estate
Agents? - Kapitel 3: Why Do Drug Dealers Still Live With
Their Moms? - Kapitel 4: Where Have All The Criminals Gone?
- Kapitel 5: What Makes A Perfekt Parent? - Kapitel 6: Perfect
Parenting, Part II; Or: Would A Roshanda By Any Other Name
Smell As Sweet? - Epilogue: Two Paths To Harvard - Bonus
Matter
Der
Autor ist ein amerikanischer Ökonom. Das Buch, das
in Zusammenarbeit mit einem Journalisten entstanden ist,
zieht überraschende Parallelen zwischen völlig
verschiedenen Welten, eben zum Beispiel Lehrern und Sumo-Ringern
(in diesem Fall geht es um Schummeleien bei staatlichen
Schultests und im japanischen Sumo-Sport). Oder es wird
erklärt, wie unterschiedlich sich Statistiken interpretieren
lassen beziehungsweise frisiert werden. Ein größeres
Kapitel ist auch speziell für Eltern interessant: Wie
sehr sind die Wege, die Kinder gehen, vorgezeichnet - durch
die Namensgebung vielleicht schon? Oder natürlich durch
Elternhaus und frühe Kindheit?
Das
Buch liest sich unterhaltsam und gefällt mir deshalb
so gut, weil es den Verstand dafür schärft, nicht
immer alles gleich für bare Münze zu nehmen, sondern
viele andere Erklärungen und Möglichkeiten einzubeziehen.
Wenn
Ihnen diese Art von Büchern gefällt, gefällt
Ihnen vermutlich auch:
Kleine
Einführung in das SchubladenDenken
So lügt man mit
Statistik
Denken hilft zwar, nützt
aber nichts
Fallstricke. Die häufigsten
Denkfehler in Alltag und Wissenschaft
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Wie
war Dein Tag?
Tagebuch: Ankreuzen - Ausfüllen - Fertig
(Doro Ottermann)
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Ich
hab's ja selbst nicht mit dem Tagebuchschreiben, aber dieses
Tagebuch hat's mir angetan: Es besteht aus Ankreuz-Elementen
"Ich fühle mich" und stellt ansonsten jeden
Tag eine Handvoll ganz unterschiedlicher Fragen - ebenfalls
zum Ankreuzen oder Mit-wenigen-Worten-Ausfüllen.
Unter
anderem gibt es eine skizzierte Silhouette, in die man einzeichnet,
bis wohin einem das Wasser heute steht. Das Wetter kann
man Ankreuzen oder selbst einzeichnen. Man kann notieren,
wen man heute getroffen oder was auf dem Teller gelandet
ist, ob man mit jemandem gestritten hat oder zufrieden ist.
Das
Ganze ist schön durchgemixt und so kann man jeden Tag
ein ganz kurzes, witziges und unterhaltsames Fazit ziehen
- oder mal ganz anders über sich nachdenken.
Im
Blog der Autorin sieht man, wie die Innenseiten so aussehen.
Eine
großartige Idee!
Und
ein hübsches Geschenk (gibt's in Rot und in Blau),
das bisher bei den von mir Beschenkten auf große Begeisterung
gestoßen ist.
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Was
bin ich wert? Eine Preisermittlung
(Jörn Klare)
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Das
ist ausnahmsweise kein "Lernbuch", sondern ein -
wie ich finde - sehr interessantes Nachdenkbuch: Der Autor
ist Journalist. Ursprung für seine Buchidee war eine
Recherche in Albanien zum Thema Menschenhandel. Ein Mädchen
erzählte dem Autor, ihre Schwester sei für 800 Euro
nach Italien verkauft worden. Etwas später, in Nepal,
traf er eine Frau, die für 300 Dollar an einen "Zwischenhändler"
in ein Bordell verkauft wurde. Immer wieder wurde er mit solchen
Themen konfrontiert. Dazu kamen Überlegungen, für
wie viel Geld man wohl einen Mord begehen würde. Aus
all diesen Gedanken entstand die Frage: "Wie viel ist
ein Leben wert?"
Der
Autor hat sich also eine lange Liste möglicher Gesprächspartner
gemacht: er fragt seine Ehefrau, wie viel er ihr wert ist,
seine Mutter, Versicherungsmakler, Philosophen, einen Pfarrer.
Er überlegt sich, auf welche vielfältige Weise
er seinen Körper - oder einzelne Teile - zu Geld machen
könnte. So rechnet er einmal alle chemischen Bestandteile
seines Körpers grammgenau aus und bittet eine Apothekerin,
den aktuellen Preis dafür zu ermitteln.
Da das
Buch 47 Kapitel hat, verzichte ich auf das vollständige
Abtippen des Inhaltsverzeichnisses. Hier einige Auszüge,
die über die Vielseitigkeit der jeweiligen "Preisanfragen"
Aufschluss geben: "5000 Euro für einen Zeh, 1,7
Millionen für einen kompletten Körper. Aber null
Euro für das Leben. Eine Reise durch die Welt der Schmezensgelder."
- "Im Knast lernt man, was ein Mensch wert ist":
Gespräch mit einem Mörder - "1022,432 Euro,
rein chemisch gesehen. Dank an meine Apotheke" - "Mensch
als Marke. Warum auch ich einen Markenwert haben kann."
- "Wann bin ich eine Nachricht wert? Ein Besuch bei
der Tagesschau" - "600000 Euro, wenn ich mich
selbst verkaufe, schätzt mein indischer Freund."
Ich
finde die Grundidee sehr spannend, es ist zum einen mal
etwas anderes und zum anderen regt das Buch an. Lächeln,
staunen und manchmal auch ein wenig Entsetzen wechseln sich
ab. Ich habe es kaum aus der Hand gelegt.
Es ist
auch eine schöne Lektüre für Leute, die wenig
lesen: die einzelnen Kapitel sind nur wenige Seiten lang.
Sie können durcheinander gelesen werden.
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