Sie
werden zugetextet?
In Gesprächen zugeschwallt zu werden, ist ganz schön
anstrengend. Manche Leute reden ohne Punkt und Komma -
und wenn die dann nicht mal Luft holen müssen, findet
sich irgendwie gar keine Lücke, sich zu Wort zu melden.
Und unterbrechen soll man ja auch nicht, oder?
Doch!
Bevor
wir uns anschauen, wie Sie dem Schwafler Einhalt gebieten
können, hier die drei Todsünden, wenn Sie es
mit einem Zutexter zu tun haben:
1. Stumm sein und gelegentlich nicken oder "M-hm"
sagen.
Jaja,
ich weiß, das ist oftmals einfach Resignation oder
die Gedanken driften ab und nur die physische Hülle
sitzt noch da und führt autopilotmäßige
Anwesenheitsreaktionen durch. Das ist aber nicht nur nicht
schön (Sie möchten doch auch nicht, dass jemand
pseudomäßig anwesend ist, während Sie
gerade reden), sondern - noch schlimmer: Es animiert den
Zutexter sogar dazu, weiterzumachen.
Nicht
nur, weil Sie offenbar ein dankbares Publikum sind. Sondern
Sie scheinen sogar sehr interessiert zu sein und möchten
unbedingt mehr hören. Wie wäre das Nicken, "Aha-aha"
oder sogar eine gelegentliche Rückfrage anders zu
deuten?
Sie
mögen ja glauben, dass so eine eher passive Gesprächsbeteiligung
ein eindeutiges Signal dafür ist, dass Sie kein Interesse
haben, tatsächlich aber ist es genau das Gegenteil!
Das
gilt übrigens auch für Telefongespräche
(siehe auch "Wenn
Telefongespräche zu lange werden").
2.
Ein steinernes Gesicht aufsetzen in der Hoffnung, dass
der andere merkt, dass es jetzt mal gut ist.
Haben
Sie schon mal versucht, sich tot zu stellen? Auch das
ist eher kontraproduktiv: Jemand, der nur reden möchte,
kann mit Ihrem ausdruckslosen Gesicht wunderbar leben.
Wer viel redet, weil er verunsichert ist, wird noch mehr
verunsichert, wenn er nicht ablesen kann, woran er ist.
Und: Sie machen sich davon abhängig, dass Ihr Gegenüber
errät, dass Sie etwas nicht möchten, und das
ist nie eine gute Idee.
Je
passiver Sie sind, desto länger dauert das An-Sie-Hinreden.
3. Den anderen mit den gleichen "Waffen"
schlagen wollen.
Sehr
lustig ist auch der Einfall, Gleiches mit Gleichem zu
vergelten. Also ebenfalls plötzlich nonstop loszureden
oder nur über sich selbst zu erzählen, in der
Hoffnung, dass der andere schon "merkt, wie das ist".
Da
kommt es jetzt drauf an. Entweder Ihr Gesprächspartner
bekommt "die Message", dann ist er möglicherweise
vor den Kopf geschlagen oder wundert sich, dass Sie sich
kindergartenmäßig verhalten (= Ihr Imageschaden).
Oder aber, der Zutexter merkt es nicht und macht weiter,
dann haben Sie die Schwallerei jetzt einfach verdoppelt
und die Gespräche ufern vollends aus, weil keiner
von beiden mehr auf den anderen eingeht oder klar zum
Punkt kommt.
Klingt einleuchtend, wenn man es so liest, gell? Aber
seien Sie mal ehrlich: Wie oft haben Sie resigniert und
es mit passivem Aussitzen probiert?
Je
mehr jemand an Sie hinschwätzt, desto aktiver sollten
Sie das Ruder übernehmen, um das Gespräch in
Bahnen zu halten und es idealerweise angenehm mitzugestalten.
Achtung, Binsenweisheit: Zum Gelingen eines Gespräches
gehören immer zwei.
Und
so können Sie aktiv werden.
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Buchtipp:
Dokumente perfekt gestalten
Wenn
Sie beruflich damit zu tun haben, Ideen in Text und Bild
aufzubereiten, zum Beispiel als Konzept, Handout, Bericht
oder Präsentation, dann sollten Sie sich dieses Büchlein
unbedingt zulegen.
Zunächst
werden wichtige (oft vernachlässigte!) Grundlagen
geklärt: Worum es geht. Ob man "nur" informieren
will oder auch jemanden überzeugen oder zu etwas
motivieren sollte. Wie es um die Zielgruppe steht: Oft
wird schriftliches Material bei völlig unterschiedlichen
Zielgruppen herumgereicht, besonders bei Unternehmensentscheidungen.
Kein Wunder, wenn eine Fachabteilung zwar aus ihrer Sicht
gute Argumente bringt, aber das Controlling andere Informationen
gebraucht hätte und nur deswegen ablehnt.
Das
Büchlein ist auch eine schöne Trumpfkarte für
alle Angestellten, die für andere Präsentationen
und sonstige Dokumente aufbereiten sollen. So schinden
Sie Eindruck mit Ihren umsichtigen und tollen Präsentationen
und können gut Tipps geben, wenn ein Entwurf noch
nicht der Bringer ist.
ganze
Rezension lesen
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Ein
gutes Zeugnis öffnet Ihnen neue Türen ...
Arbeitszeugnisse
sind ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbungsmappe.
Und auch wenn sie keineswegs das Einzige sind, was für
Unternehmen zählt, so sind sie dennoch von Bedeutung:
Denn auch aus den Zeugnissen bekommt der Personalentscheider
Informationen über Sie, erfährt Details über
Ihr Aufgabengebiet und darüber, welche fachlichen
Kompetenzen und persönlichen Qualitäten Sie
unter Beweis gestellt haben.
Allerdings
ist das nur dann der Fall, wenn Zeugnisse aussagekräftig
und individuell auf die jeweilige Person zugeschnitten
sind. Uniforme und oberflächliche 0815-Zeugnisse,
die aus vorgefertigten Textbausteinen und den üblichen
Floskeln bestehen, sind wenig informativ. Und übertrieben
positive Zeugnisse, in denen sich eine Lobeshymne an die
andere reiht, wirken nicht sehr glaubwürdig.
weiter
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Einen
guten Start in die neue Woche
wünschen Ihnen
Gitte Härter und Christine Öttl