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Newsletter Nr. 99 vom 27. April 2009
 
   
  diesmal:
- Sie werden zugetextet?
- Buchtipp: Dokumente perfekt gestalten
- Ein gutes Zeugnis öffnet Ihnen neue Türen
 
 
Sie werden zugetextet?


In Gesprächen zugeschwallt zu werden, ist ganz schön anstrengend. Manche Leute reden ohne Punkt und Komma - und wenn die dann nicht mal Luft holen müssen, findet sich irgendwie gar keine Lücke, sich zu Wort zu melden. Und unterbrechen soll man ja auch nicht, oder?

Doch!

Bevor wir uns anschauen, wie Sie dem Schwafler Einhalt gebieten können, hier die drei Todsünden, wenn Sie es mit einem Zutexter zu tun haben:


1. Stumm sein und gelegentlich nicken oder "M-hm" sagen.

Jaja, ich weiß, das ist oftmals einfach Resignation oder die Gedanken driften ab und nur die physische Hülle sitzt noch da und führt autopilotmäßige Anwesenheitsreaktionen durch. Das ist aber nicht nur nicht schön (Sie möchten doch auch nicht, dass jemand pseudomäßig anwesend ist, während Sie gerade reden), sondern - noch schlimmer: Es animiert den Zutexter sogar dazu, weiterzumachen.

Nicht nur, weil Sie offenbar ein dankbares Publikum sind. Sondern Sie scheinen sogar sehr interessiert zu sein und möchten unbedingt mehr hören. Wie wäre das Nicken, "Aha-aha" oder sogar eine gelegentliche Rückfrage anders zu deuten?

Sie mögen ja glauben, dass so eine eher passive Gesprächsbeteiligung ein eindeutiges Signal dafür ist, dass Sie kein Interesse haben, tatsächlich aber ist es genau das Gegenteil!

Das gilt übrigens auch für Telefongespräche (siehe auch "Wenn Telefongespräche zu lange werden").


2. Ein steinernes Gesicht aufsetzen in der Hoffnung, dass der andere merkt, dass es jetzt mal gut ist.

Haben Sie schon mal versucht, sich tot zu stellen? Auch das ist eher kontraproduktiv: Jemand, der nur reden möchte, kann mit Ihrem ausdruckslosen Gesicht wunderbar leben. Wer viel redet, weil er verunsichert ist, wird noch mehr verunsichert, wenn er nicht ablesen kann, woran er ist. Und: Sie machen sich davon abhängig, dass Ihr Gegenüber errät, dass Sie etwas nicht möchten, und das ist nie eine gute Idee.

Je passiver Sie sind, desto länger dauert das An-Sie-Hinreden.


3. Den anderen mit den gleichen "Waffen" schlagen wollen.

Sehr lustig ist auch der Einfall, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Also ebenfalls plötzlich nonstop loszureden oder nur über sich selbst zu erzählen, in der Hoffnung, dass der andere schon "merkt, wie das ist".

Da kommt es jetzt drauf an. Entweder Ihr Gesprächspartner bekommt "die Message", dann ist er möglicherweise vor den Kopf geschlagen oder wundert sich, dass Sie sich kindergartenmäßig verhalten (= Ihr Imageschaden). Oder aber, der Zutexter merkt es nicht und macht weiter, dann haben Sie die Schwallerei jetzt einfach verdoppelt und die Gespräche ufern vollends aus, weil keiner von beiden mehr auf den anderen eingeht oder klar zum Punkt kommt.


Klingt einleuchtend, wenn man es so liest, gell? Aber seien Sie mal ehrlich: Wie oft haben Sie resigniert und es mit passivem Aussitzen probiert?

Je mehr jemand an Sie hinschwätzt, desto aktiver sollten Sie das Ruder übernehmen, um das Gespräch in Bahnen zu halten und es idealerweise angenehm mitzugestalten. Achtung, Binsenweisheit: Zum Gelingen eines Gespräches gehören immer zwei.

Und so können Sie aktiv werden.

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Buchtipp: Dokumente perfekt gestalten

Wenn Sie beruflich damit zu tun haben, Ideen in Text und Bild aufzubereiten, zum Beispiel als Konzept, Handout, Bericht oder Präsentation, dann sollten Sie sich dieses Büchlein unbedingt zulegen.

Zunächst werden wichtige (oft vernachlässigte!) Grundlagen geklärt: Worum es geht. Ob man "nur" informieren will oder auch jemanden überzeugen oder zu etwas motivieren sollte. Wie es um die Zielgruppe steht: Oft wird schriftliches Material bei völlig unterschiedlichen Zielgruppen herumgereicht, besonders bei Unternehmensentscheidungen. Kein Wunder, wenn eine Fachabteilung zwar aus ihrer Sicht gute Argumente bringt, aber das Controlling andere Informationen gebraucht hätte und nur deswegen ablehnt.

Das Büchlein ist auch eine schöne Trumpfkarte für alle Angestellten, die für andere Präsentationen und sonstige Dokumente aufbereiten sollen. So schinden Sie Eindruck mit Ihren umsichtigen und tollen Präsentationen und können gut Tipps geben, wenn ein Entwurf noch nicht der Bringer ist.

ganze Rezension lesen

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Ein gutes Zeugnis öffnet Ihnen neue Türen ...

Arbeitszeugnisse sind ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbungsmappe. Und auch wenn sie keineswegs das Einzige sind, was für Unternehmen zählt, so sind sie dennoch von Bedeutung: Denn auch aus den Zeugnissen bekommt der Personalentscheider Informationen über Sie, erfährt Details über Ihr Aufgabengebiet und darüber, welche fachlichen Kompetenzen und persönlichen Qualitäten Sie unter Beweis gestellt haben.

Allerdings ist das nur dann der Fall, wenn Zeugnisse aussagekräftig und individuell auf die jeweilige Person zugeschnitten sind. Uniforme und oberflächliche 0815-Zeugnisse, die aus vorgefertigten Textbausteinen und den üblichen Floskeln bestehen, sind wenig informativ. Und übertrieben positive Zeugnisse, in denen sich eine Lobeshymne an die andere reiht, wirken nicht sehr glaubwürdig.

weiter

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Einen guten Start in die neue Woche
wünschen Ihnen
Gitte Härter und Christine Öttl
 

 

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