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Größere
Unternehmen haben den gesamten Bewerbungsprozess häufig
voll automatisiert. Dann heißt es, ein vorgegebenes
Bewerbungsformular auszufüllen. Und auch Online-Jobbörsen
haben ein festes Schema, in dem Sie als Bewerber Ihren Werdegang
und Ihre Qualifikation unterbringen müssen.
Nachfolgend
ein Auszug aus unserem Buch "300 Fragen zur Bewerbung",
in dem
wir im Frage- und Antwort-Stil Ihre Fragen von der Bewerbungsstrategie
bis hin zur Zu- oder Absage beantworten.
Bewerbungsformulare:
Muss ich Online-Bewerbungsformulare von Firmen unbedingt
nutzen?
Teilweise
nehmen Unternehmen Bewerbungen nur dann an, wenn ihr Formular
verwendet wird, weil ihre Bewerberverwaltung komplett elektronisch
abgewickelt wird. Dann ist das Bewerbungsformular der erste
Schritt, in das System aufgenommen zu werden.
Ihre
Personalien und alle weiteren Stationen des Bewerbungsprozesses
werden jeweils eingegeben. So erkennt man auf Anhieb, wo
Ihre Unterlagen gerade liegen oder welche Entscheidungen
getroffen wurden. Und das Unternehmen kann die administrativen
Schritte (Zwischenbescheide, Einladungen, Absagen) zügiger
abwickeln - was auch immer ein Vorteil für den Bewerber
ist.
Sofern
aus der Website hervorgeht, dass Sie auch eine andere Bewerbungsform
wählen können, sehen Sie sich das Formular genauer
an. So erfahren Sie, welche Angaben dem Unternehmen besonders
wichtig sind.
Qualität
des Stellenmarkts: Wie weiß ich, ob ein Online-Stellenmarkt
gut ist?
Auch
wenn die Größe alleine natürlich nichts
über die Qualität aussagt, sollten Sie sich gerade
bei den bekannten großen Online-Stellenmärkten
umsehen: Denn dort suchen natürlich auch die Firmen
eher.
Bevor
Sie sich irgendwo eintragen, sehen Sie erst einmal näher
hin: Stöbern Sie in den Angeboten und prüfen Sie
- Wie aktuell sind die Anzeigen?
- Wer inseriert?
- Wie wirkt die Website (Gestaltung, Übersichtlichkeit,
Suchmöglichkeiten) auf Sie?
- Was schreibt der Betreiber des Stellenmarktes über
sich, die Ziele und Ansprüche?
Achten
Sie darauf, ob sich Firmen, die in Ihr "Beuteschema"
passen, dort tummeln. Für viele Berufsgruppen oder
auch regionale Unternehmen gibt es eigene Such-Seiten. Sehen
Sie sich auch diese spezialisierten, kleineren Jobbörsen
an.
Finger
weg von Jobbörsen, die nur sehr wenige und alte Anzeigen
oder lediglich Anbieter für Nebenjobs oder Strukturvertriebe
enthalten.
Übrigens: Ein seriöser Stellenmarkt ist für
Sie als Bewerber kostenfrei.
Überschrift
im Stellengesuch: Wie formuliere ich denn die Überschrift,
wenn ich in einem Online-Stellenmarkt ein Gesuch schalte?
Bringen
Sie klar auf den Punkt, für welchen Bereich Sie sich
bewerben. Denken Sie daran: Die Überschrift ist das
Erste, was ein recherchierender Personalentscheider sieht.
Nur wenn er Sie dem richtigen Berufsbild zuordnen kann,
wird er auf Ihr Gesuch klicken. Nichtssagende Überschriften
wie "Hier klicken!", pseudo-lustige Sprüche
wie "Ich habe Ihnen gerade noch gefehlt" oder
überdramatische Großschreibung mit zig Ausrufezeichen
wirken sich negativ aus.
Belassen
Sie es aber auch nicht bei der bloßen Job-Bezeichnung,
sondern bringen Sie ruhig etwas von sich ein:
Beispiel:
Sekretärin mit Elan sucht Assistenzstelle mit Verantwortung
Sie können natürlich auch etwas dicker auftragen,
aber nur, wenn Sie Ihre Versprechungen auch wirklich halten
können. Ein Sales Manager könnte in der Überschrift
versprechen "Ich steigere Ihren Umsatz!".
Freitext-Feld:
Was schreibe ich am besten als Selbstpräsentation in
ein Freitext-Feld?
Das
Freitext-Feld erfüllt praktisch den Zweck des Anschreibens.
Hier bekommen Sie also die Möglichkeit, sich vorzustellen
und den Leser neugierig zu machen. Die Nachteile: Sie haben
weniger Platz und Sie können nicht auf das Unternehmen
speziell eingehen.
Überlegen
Sie sich daher gut, wie Sie in wenigen Absätzen Ihre
Qualifikationen und Kompetenzen auf den Punkt bringen und
dem Personaler Anhaltspunkte dafür geben, warum Sie
ein interessanter Mitarbeiter sind.
Völlig
kontraproduktiv ist ein Ich-ich-ich-Text, bei dem nur Forderungen
gestellt werden, was der Bewerber alles will und sich vorstellt,
ohne etwas über sich auszusagen. Ebenfalls negativ
wäre es, nur alle Informationen wiederzukäuen,
die bereits in den standardisierten Feldern genannt wurden.
Wichtig:
Welche Ihrer Eigenschaften, Erfahrungen, Kenntnisse und
Fähigkeiten sind für die angestrebte Position
vorteilhaft? Heben Sie diese noch einmal hervor. (Siehe
auch den Artikel "Eigenes Stellengesuch aufgeben".)
Zu
wenig Platz: Was mache ich, wenn mein Lebenslauf nicht in
das vorgegebene Schema passt oder der Platz nicht reicht?
Keine
Panik! Das kommt sogar sehr häufig vor, denn der Betreiber
baut eine Datenbank auf, die Standardkriterien folgt. Außerdem
kann es passieren, dass derjenige, der die Datenbank konzipiert
hat, an bestimmte Dinge einfach nicht gedacht hat: Und schon
kommt eine bestimmte Schulform nicht vor oder gibt es kein
Zusatzfeld für individuelle Erläuterungen.
Geben
Sie alle Informationen korrekt an. Nutzen Sie etwaige Zusatzfelder
für Erklärungen. Passt etwas überhaupt nicht,
dann lassen Sie die Auswahl entweder frei und gehen im Freitextfeld
kurz darauf ein. Oder, wenn es sich um ein Pflichtfeld handelt,
wählen Sie die am ehesten passende Aussage und erläutern
Ihre Angaben bei den Anmerkungen.
Tipp: Im Notfall Alternativen wählen
Sofern Ihr Lebenslauf wirklich überhaupt nicht mit
dem Formular übereinstimmt, wählen Sie die Alternative
der E-Mail-Bewerbung oder nutzen Sie den Postweg. Vermerken
Sie, dass Sie gerne das Online-Formular benutzt hätten,
Ihre Angaben aber nicht zu dessen Aufbau passen. Das könnte
auch ein konstruktiver Hinweis für die Firma sein,
das Online-Bewerbungsformular noch einmal zu prüfen
und gegebenenfalls zu überarbeiten.
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