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Viele
Menschen fühlen sich in ihrem Job nicht besonders wohl
und anerkannt. "Ich bin fachlich doch gut und ich habe
einiges auf dem Kasten. Aber irgendwie sehen das die anderen
nicht vor allem mein Chef nicht. Dabei möchte
ich so gerne mitreden, etwas bewegen und voranbringen. Aber
irgendwie komme ich einfach nicht zum Zug!"
Fachlich
gut zu sein und über ein breites Know-how zu verfügen,
ist ohne Zweifel sehr wichtig und eine fundamentale Voraussetzung,
um die eigenen Aufgaben erfolgreich durchführen zu
können. Aber keineswegs das Einzige, was im Berufsleben
zählt und zum Vorankommen beiträgt. Es geht auch
und ganz besonders darum, mit welchem "Geist"
man die Dinge anpackt.
Innere
Beteiligung zählt
Das
Wichtigste ist, den eigenen Bereich gut auszufüllen
- also hinter dem Job zu stehen und ihn wichtig zu nehmen,
sein Bestes geben zu wollen und es auch zu tun. Das beste
fachliche Know-how verblasst und verliert allmählich
an Attraktivität, wenn jemand seine Aufgaben ohne erkennbare
innere Beteiligung durchzieht. Diese Arbeitsweise macht
mit der Zeit auch den letzten verbliebenen Rest an Motivation
zunichte und der Arbeitsalltag wird immer düsterer.
Viel
besser und befriedigender ist es, sich auf die eigenen Aufgaben
zu konzentrieren und sie gut und mit Power erledigen. Zu
beweisen, dass man sein Handwerk versteht und alles unter
Kontrolle hat. Die Dinge schnell und rechtzeitig auf die
Reihe zu kriegen und immer Ausschau nach Lösungen zu
halten. Sich verantwortlich zu fühlen für das,
was man tut. Dann strahlt man nämlich aus, dass man
etwas kann und die Dinge ernst nimmt.
Der
Schlüssel ist: Nicht die Hände in den Schoß
legen und abwarten, bis jemand anderes die Lösung bringt
oder Anregungen gibt. Sondern sich Gedanken machen und überlegen,
was man selber tun kann.
Ein
Beispiel:
Der Chef will von mir wissen, wie viel Zeit ich am Telefon
verbringe, also wie viele Kunden ich so am Tag anrufe und
wie lange das dauert. Aber die Telefonanlage kann diese
Zahlen nicht ausspucken! Dann nicht aufgeben und die Schuld
auf das Telefon abschieben. Sondern die Frage aller Fragen
stellen: Was kann ICH tun? Das Schöne ist, dass es
immer etwas gibt. Da draufzukommen und dann was in die Gänge
zu bringen, ist der Clou. Denn so beweist man sich selbst
und der Welt, dass man sich nicht so schnell unterkriegen
lässt. Dass man Interesse hat an der Sache und was
auf dem Kasten. Und dass man sich reinhängt.
Also:
Vom Telefon krieg ich die Zahlen nicht, die ich brauche.
Ich muss sie mir auf einem anderen Weg besorgen. Wie? Was
ich auf jeden Fall machen kann, ist eine Strichliste. Das
klingt zwar altmodisch, aber wenn mir die Technik nun mal
nicht helfen kann. Und dann überlegen, was alles Sinn
macht. Was genau will ich herausfinden? Welche Spalten brauche
ich? Was ist praktischer, ein Formular im Computer oder
ein Papierteil? Wie kann ich die Zahlen am schnellsten auswerten?
Vielleicht kann ich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Und die Aktion nutzen, um auch noch andere interessante
Sachen herauszukriegen. Zum Beispiel, ob es Zeiten gibt,
wo Leute schlecht erreichbar sind. Damit lässt sich
dann was anfangen. Vielleicht wäre ja eine ganz andere
Tagesplanung schlauer. So kann man super Beiträge dazu
leisten, um sich selbst und den anderen das Leben zu erleichtern
und besser zu arbeiten.
Kontinuierlich
verbessern
Es gibt
immer etwas, was man anders und besser oder schneller machen
kann. Auch im ganz normalen Arbeitsalltag. Es lohnt sich,
nicht stehen zu bleiben nach dem Motto "Es läuft
doch ganz gut!" Also immer Augen und Ohren offen halten,
um neue Anregungen zu bekommen. Aha, da gibt es ein neues
Ablagesystem. Vielleicht wäre das ja auch für
uns was. Da habe ich was gelesen über einen interessanten
Kurs, den einige von uns gut brauchen könnten. Ich
arbeite als Rezeptionistin und habe normalerweise ziemlich
viel zu tun: Kunden und Lieferanten empfangen, Anrufe beantworten
und weiterverbinden. Aber zwischendrin gibt es immer mal
wieder eine Flaute. Ich sehe, dass meine Kollegen in der
Poststelle immer wieder ganz schön ins Schwimmen kommen.
Eigentlich könnte ich denen was abnehmen. Ein guter
Gedanke den Sie nicht für sich behalten oder
mal zwischen Tür und Angel ansprechen sollten. Lassen
Sie sich die Sache durch den Kopf gehen: Was bringt das
der Firma? Was haben wir davon, wenn wir dieses neue Ablagesystem
einführen oder diesen Kurs besuchen? Wie lässt
sich das alles organisieren, wenn ein paar Kollegen außer
Haus sind? Wie kriegen wir die Arbeit trotzdem gebacken?
Wie viel Zeit habe ich, um den Kollegen was abzunehmen und
wann? Wie muss die Aufgabe sein, damit ich sie auch gut
erledigen kann? Und dann - mit dieser guten Vorbereitung
und klaren Vorstellungen können Sie den Chef
um ein Gespräch bitten und Ihre Vorschläge vorstellen.
Oder eine Besprechung dafür nutzen.
Eine
Vorwarnung:
Auch
wenn die Idee gut ist, heißt das nicht unbedingt,
dass Sie sofort super damit ankommen. Dann auf keinen Fall
beleidigt sein und die Flinte ins Korn werfen. Lassen Sie
sich die Sache noch mal durch den Kopf gehen und setzen
Sie sich mit den vorgebrachten Einwänden und Bedenken
auseinander. Seien Sie konstruktiv und bauen Sie die neuen
Informationen ein - und nehmen Sie die Sache noch mal in
Angriff. Engagement zeigen heißt oft, nicht zu schnell
locker zu lassen.
Es gibt
viele Gelegenheiten, die man nutzen kann, um aktiv zu werden
und sich einzubringen. Zum Beispiel Besprechungen aller
Art, um sich zu Wort zu melden. Um Vorschläge und Ideen,
die man hat, vorzustellen. Oder um Dinge anzusprechen, die
nicht so gut laufen. Wichtig ist die richtige Motivation.
Und die muss immer sein: Lösungen finden wollen statt
Probleme wälzen.
In vielen
Unternehmen gibt es Mitarbeiter-Befragungen, um herauszubekommen,
was gut läuft und was verändert werden sollte.
Nutzen Sie solche Chancen auf jeden Fall, um zu zeigen,
dass Sie dazugehören und etwas bewegen wollen. Setzen
Sie sich mit den Fragen auseinander, machen Sie sich Gedanken
und leisten Sie Ihren Beitrag.
Es geht
aber nicht nur um neue Ideen oder große Projekte
sondern auch um die ganz kleinen Dinge im Alltag. Dass man
vereinbarte Spielregeln einhält und beispielsweise
Papier im Drucker nachlegt. Dass man einfach mal die Kartons
selber wegräumt, die seit Tagen im Gang rumstehen.
Oder dass man sich von sich ohne spezielle Aufforderung
darum kümmert, ob das Licht auch überall aus ist,
wenn man als Letzter nach Hause geht.
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