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Ziele,
Wünsche und sonstige Entscheidungen scheitern häufig
sehr schnell am "geht nicht". Es ist eine sehr
hilfreiche Eigenschaft, den eigenen Befürchtungen und
auch tatsächlich vorhandenen Hindernissen ins Auge
zu schauen.
Wichtig ist dabei jedoch das Wann und das Wie.
Der
Zeitpunkt macht's
Wer
sich zu schnell auf alle möglichen Hindernisse fixiert,
der verbaut sich selbst Chancen: Anstatt weiterzudenken
und sich erstmal einen größeren Überblick
zu verschaffen, manövriert man sich schnell in eine
Sackgasse - und überzeugt sich nicht selten davon,
dass etwas "eh nicht geht".
Das
führt dann zu
- Mutlosigkeit,
sich näher mit der Sache zu beschäftigen und am
Ball zu bleiben
- zum
einen zu Frust, weil man etwas als "nicht machbar"
verwirft
- ...
und zum anderen nicht selten zu Unzufriedenheit und Hadern
mit sich selbst: Gerade Menschen, die sich schnell durch
vermutete Hindernisse von ihren Vorhaben und Träumen
abbringen lassen, zweifeln oft auch an sich selbst ("Nie
zieh ich etwas durch", "Nichts traue ich mich"
...)
Wie
bereits erwähnt: Es ist sehr wichtig, sich auch mit
Befürchtungen oder tatsächlich vorhandenen Hindernissen
auseinander zu setzen. Doch alles zu seiner Zeit.
Den
eigenen Befürchtungen gegenüber offen sein
Manchmal
wird geraten, man solle doch "positiv sein" und
sich auf alles konzentrieren, was schon klappen wird. Obwohl
ich selbst sehr davon überzeugt bin, dass ein gesunder
Optimismus nicht nur hilft, sondern auch wichtig ist, so
sind wir alle unterschiedlich.
Während
es Menschen gibt, die sehr stark in sich selbst vertrauen
("Egal, was ist, ich mach das schon!"), so gibt
es eben auch eher zögernde, vorsichtige oder gar ängstliche
Menschen.
Egal
zu welcher Gruppe Sie gehören: Bitte seien Sie sich
selbst gegenüber immer offen und ehrlich, wenn es um
Befürchtungen oder richtige Ängste geht. Wegschieben
geht erstens gar nicht - und wäre zweitens auch nicht
besonders clever ... denn Sie würden sich die Chance
nehmen, Ihr Vorhaben so richtig auf Herz und Nieren abzuklopfen.
Tipp:
Schreiben Sie Ihre Befürchtungen/negativen Gedanken
immer auf. Das ist nicht immer einfach, denn eine Sache
ist es, im Kopf etwas hin- und herzuwälzen, eine andere,
etwas schwarz auf weiß niederzuschreiben.
Wichtig:
Lassen Sie sich bitte nicht von Umwelt oder Medien einreden,
dass Sie nicht zögern oder ängstlich sein dürften!
Nutzen Sie auch Ihre Vorbehalte dazu, voranzukommen.
Die
möglichen Hindernisse gewichten
Gründe,
warum etwas nicht geht, und Hindernisse, die sich einem
in den Weg stellen, kommen einem zu den unterschiedlichsten
Zeitpunkten in den Sinn: Menschen, die eher vorsichtig oder
negativer an Dinge rangehen, werden sehr schnell damit konfrontiert.
Andere gehen eher ehrgeizig und positiv ran und sehen von
Haus aus erstmal alles, was "toll wäre" und
funktionieren wird, bevor sich Bedenken einstellen. Und
wieder andere gehen analytisch ran und sammeln erstmal neutrale
Fakten.
Wann
immer Sie in Ihren Gedanken, Ideen und Informationssammlungen
auf Hindernisse und Negatives stoßen: Notieren Sie
es! Parken Sie es auf einem extra Zettel. Schreiben Sie
die Befürchtung und Gegengründe nieder. Damit
nehmen Sie diesen Gedanken nicht nur ernst, sondern stellen
auch sicher, dass Sie ihn später weiterverfolgen.
Dennoch muss klar sein: Gedanken parken und dann erstmal
weiterdenken.
Später
dann, wenn Sie sich in alle Richtungen mit Ihrem Vorhaben
beschäftigt haben, geht es ans Sortieren, eventuell
Zusammenfassen und ans Gewichten der gesammelten Hindernisse.
Häufig lassen sich einzelne "Anti-Punkte"
in einen oder einige größere Bereiche zusammenfassen.
Dahinter
blicken: Ausrede?
Zum
Offen-mit-sich-selbst-Sein gehört auch, dass Sie sich
beim Durchgehen "Ihrer Hindernisse" ehrlich fragen:
Ist das in Wirklichkeit eine Ausrede, um mit dem Vorhaben
gar nicht erst anzufangen?
Wir
Menschen sind ja sehr clever darin, uns schon mal selbst
zu täuschen. Und nicht immer merkt man's selbst.
Es ist
sehr hilfreich, sich mit den Anti-Gründen näher
auseinander zu setzen und herauszufinden: Steckt da eigentlich
was ganz anderes dahinter? Und natürlich: Was steckt
dahinter ... bzw. was könnte dahinter stecken? - Spekulieren
Sie ruhig in eigener Sache, wenn Ihnen etwas selbst nicht
so ganz klar ist.
Wenn
Ihnen etwas spanisch vorkommt und Sie in puncto vermutete
Hindernisse nicht weiterkommen, gehen Sie ruhig nochmal
zum ursprünglichen Vorhaben zurück und fragen
Sie sich, wie Sie dazu stehen.
Beispiel:
Sie überlegen seit Jahren, sich selbstständig
zu machen und haben eine "Super-Geschäftsidee",
einschlägige Qualifikation, sind voller Elan ... aber
Sie trauen sich nicht, weil Sie sich die finanzielle Unsicherheit
nicht leisten können/wollen.
Auf den zweiten, intensiveren Blick kann sich herausstellen,
dass es gar nicht um die Geldfrage geht, sondern dass Sie
befürchten, nicht genug zu wissen und zu können,
um Ihr eigenes Business auf die Beine zu stellen.
Aus
diesem Beispiel ergibt sich sehr klar, wie man sich selbst
auch über einen langen Zeitraum an der Nase herumführen
kann - und auch selbst blockieren.
Denn wenn unsere Beispielperson ehrlich mit sich selbst
ist und herausfindet, dass das mit dem Geld zwar EIN mögliches
Hindernis ist, es aber eher darum geht, sich näher
mit der Selbstständigkeit und der eigenen Unternehmerpersönlichkeit
auseinander zu setzen, dann ergeben sich praktisch auf Anhieb
ein paar wichtige Bereiche, die man angehen kann, um diese
Defizite auszugleichen und anschließend den aktuellen
Stand zum Ziel zu prüfen.
Eine
Entscheidungsgrundlage schaffen
Sehr
wichtig ist es, sich zu einem Vorhaben eine möglichst
breite Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Und dazu gehören
eben:
- Das
Hinterfragen des Vorhabens
- "neutrale" Gedanken dazu
- positive Gedanken, Ideen, Kenntnisse/Fähigkeiten
- negative
Gedanken, Ideen, Defizite, Befürchtungen und Hindernisse
- Informationen,
Informationen, Informationen!
Wer sich ernsthaft und vielseitig mit einer Sache auseinander
setzt,
- filtert
schnell die Dinge aus, die er/sie gar nicht so ernst meint,
- bemerkt,
wenn er auf dem falschen Pferd sitzt,
- klopft sein Vorhaben intensiv ab,
- leistet
sehr viel Vorarbeit, macht die nächsten Schritte klar
und bringt sich dadurch schon aktiv voran und seinem Vorhaben
näher,
- sortiert
ganz bewusst für sich Dinge aus: kann etwas bewusst
und relaxt verwerfen (ohne etwas ewig mit sich herumzuziehen)
- kann Pläne verschieben (jetzt doch noch nicht, vielleicht
später oder ganz sicher später, und zwar bis zum
...) - oder kann sich voller Elan in die Umsetzung stürzen.
Unter
welchen Umständen würde es denn gehen?
Eine
gute Möglichkeit, sich selbst wieder auf Kurs zu bringen
- und noch mehr Ideen und Anknüpfungspunkte zu erhalten
- ist es, sich zu fragen:
- Wie
müsste es sein?
- Unter welchen Umständen würde es denn gehen?
Ausgangsbasis
dafür sind die Befürchtungen/angenommenen Hindernisse.
So nutzen Sie Ihre "Anti-Gedanken" nicht nur positiv
für Ihre Entscheidung ... sondern trainieren ganz allgemein
Ihre Lösungsorientiertheit.
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