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Alle Jahre wieder ... gute Vorsätze
  von Gitte Härter
 
  Ein Text zum Jahreswechsel - natürlich gelten die Tipps für alle neuen Gewohnheiten + Veränderungen.
 

Das neue Jahr beginnt ... und damit die Zeit der guten Vorsätze. Was ist es denn bei Ihnen? Abnehmen, rauchen aufhören, neuen Job suchen, Ihre Zeit besser managen ... an Vorsätzen und gutem Willen mangelt es selten. Und tatsächlich eignet sich der Jahreswechsel wunderbar dafür, Neues auf den Weg zu bringen oder alte Gewohnheiten zu verändern.

Damit es nicht nur beim Vorsatz bleibt, können Sie eine Menge tun. Denn eins ist klar: Sich etwas lediglich vorzunehmen, reicht natürlich nicht.

In der Neujahrsnacht kann man sich ruhig alles Mögliche vornehmen. Doch in den ersten Tagen des neuen Jahres heißt es dann: näher hinschauen, "ausmisten" und die Ziele, die Ihnen wirklich wichtig sind, konkret angehen.

Dazu schreiben Sie sich am besten alle Ihre guten Vorsätze und Ziele erst einmal in Stichpunkten auf. Nichts sortieren, nichts zensieren, noch nichts weiterdenken. Einfach mal alles aufs Papier.

Und jetzt prüfen Sie:


Warum ausgerechnet dieses Ziel?

Ein wesentlicher Aspekt ist Ihre Motivation - Warum möchte ich das denn gerne in Angriff nehmen?
Wenn Sie mehrere Vorsätze auf Ihrer Liste haben, dann markieren Sie diese einfach einmal unterschiedlich: zum Beispiel mit blauer Farbe, was Sie wirklich gerne erreichen möchten, mit gelber Farbe alles, was ganz nett aber beim näheren Drüber-Nachdenken doch nicht wirklich wichtig ist - und mit Rot alles, was Sie gar nicht wirklich tun wollen. Ist Ihr guter Vorsatz beispielsweise etwas, das Sie einfach so dahinsagen, oder etwas, das Ihr schlechtes Gewissen aktiviert? Wenn ein "Ich sollte vielleicht mal ...", "Es wäre besser, wenn ..." mitschwingt, dann sollten Ihre Alarmglöckchen angehen.

 

Wie ernst ist es Ihnen denn?

Schauen Sie sich Ihre Ziele jetzt noch einmal an unter der Maßgabe: Bin ich bereit, etwas für dieses Ziel zu tun? Oder würde ich es nur gerne erreicht haben?
Ein Beispiel: Ich würde wahnsinnig gerne eine weitere Sprache können. Aber mich hinsetzen und lernen will ich nicht.
Kommt Ihnen bekannt vor? - Sehen Sie, es geht nicht nur Ihnen so ...

Ganz klar ist: Es gibt Ziele, die einem wichtig sind - aber nicht so wichtig, dass wir wirklich etwas dafür tun möchten. In so einem Fall kippen Sie das Ziel lieber ganz. Sonst sitzt es Ihnen nur im Genick und Sie schleppen es als Ballast mit.

Tipp: Bevor Sie etwas ganz bleiben lassen, hinterfragen Sie auch die Gründe, warum Sie Energie und Aufwand dafür scheuen. Unter welchen Umständen würden Sie das Ziel denn doch gerne angehen?
Manchmal stehen wir uns mit Trägheit, manchmal mit falschen Vorstellungen selbst im Weg. Außerdem kann es sein, dass sich beim näheren Nachdenken herausstellt, dass das Ziel eigentlich ein ganz anderes ist.

 

Erstmal konkretisieren

Jetzt wissen Sie, was Sie gerne erreichen möchten. Wenn Sie mehrere Punkte auf Ihrer Liste haben, dann überprüfen Sie diese jetzt einmal anhand folgender zwei Kriterien:

- Was geht vor? Was hat Priorität - und weswegen?

- Handelt es sich um kurz-, mittel- oder langfristige Ziele?

Sie werden gleich im letzten Punkt noch sehen, warum das wichtig ist. Bleiben wir zunächst noch bei den Einzelpunkten. Nehmen Sie sich jeden Ihrer Vorsätze einzeln vor und schreiben Sie auf:

- Wie GENAU lautet das Ziel?
- Was muss ich tun, um das Ziel zu erreichen?

- Wo sehe ich Vorteile und inwiefern wird es mir leicht fallen?

- Wo sehe ich Hindernisse?

- Wenn ich früher schon mal einen Anfang gemacht habe und gescheitert bin: Woran bin ich meiner Meinung nach gescheitert? Was habe ich daraus gelernt? Wie kann ich diese Erkenntnis für jetzt nutzen?

- Wer oder was kann mich beim Erreichen meines Ziels unterstützen?

Tipp: Achten Sie bereits bei der Formulierung Ihres Zieles darauf, konkret zu sein. Schlecht: Ich muss im neuen Jahr in Sport gehen und mehr für meine Bewegung tun. Gut: Ich werde ab Februar zweimal die Woche ins Fitnessstudio gehen. (Bereits im Januar können Sie Termine in Fitnessstudios wegen Probestunden machen.)

 

Realistisch planen und dranbleiben

Realistisch bleiben ist angesagt: sowohl was die Anzahl Ihrer Ziele angeht, als auch die einzelnen Vorsätze. Wer sich zu viel vornimmt oder von Haus aus unerreichbare Ziele angeht, der kann nur scheitern.
Und das wäre schade, denn es kann dazu führen, dass Sie Ihre Ziele nicht nur nicht erreichen, sondern sich obendrein als Versager fühlen.

Tipp: Das Zusammentun mit Leuten, die dasselbe Ziel haben, ist wunderbar. Aber nur dann, wenn es diesen wirklich ernst ist.

Eine Empfehlung war: Priorisieren Sie.
Machen Sie lieber einzelne und kleine Schritte und freuen Sie sich über Erfolge.

Nehmen Sie sich außerdem Zwischenziele vor und belohnen Sie sich für das Erreichen einzelner Etappen.

   
   
   
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