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Sie ganz bewusst, was gut läuft |
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von
Christine Öttl
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Wohl
den meisten von uns geht es so, dass wir uns sehr schnell
an all die positiven Dinge gewöhnen und sie als selbstverständlich
ansehen. Natürlich trägt diese menschliche Eigenschaft
dazu bei, immer wieder Neues anzustreben und nach Veränderungen
und Verbesserungen zu suchen. Aber die Schattenseite ist
die, dass wir uns leicht um viele gute Momente und Erfahrungen
bringen - oder vielleicht sogar kaum mal so richtig zufrieden
sind.
Seit
Ende der 90-er Jahre beschäftigt sich vor allem die
in den USA gegründete Positive Psychologie damit, was
Menschen glücklich und zufrieden macht. So ist auch
das Gefühl der Wertschätzung und Dankbarkeit in
den Blickwinkel des wissenschaftlichen Interesses und psychologischer
Untersuchungen gerückt und man hat herausgefunden,
dass Dankbarkeit deutlich mit dem Grad an Lebenszufriedenheit,
Wohlbefinden, Vitalität und Optimismus korreliert.
Auch
aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen.
Deshalb möchte ich Sie dazu animieren, Ihr Augenmerk
regelmäßig und bewusst auf all die Dinge zu richten,
die gut laufen und Ihr Leben bereichern - und sie wirklich
als solche zu sehen und wertzuschätzen.
Möglicherweise
tun Sie sich schwer damit, weil Sie es eher gewöhnt
sind, sich auf das Unangenehme und Negative und all das,
was nicht in Ihrem Sinne läuft, zu konzentieren. Wenn
Sie sich von dieser Gewohnheit etwas befreien und auch einen
"positiven Blickwinkel" kultivieren möchten,
können Sie sich beispielsweise mit dem Thema Arbeit
beschäftigen und so vorgehen:
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Schritt
1: |
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Listen
Sie alles auf, was in Ihrer Arbeit funktioniert, was Ihnen
gefällt und was Sie gut finden.
(z. B. regelmäßiges Einkommen, strukturierter Tag,
in eine Gruppe eingebunden sein, die Möglichkeit, bestimmte
Fähigkeiten auszuleben, Weiterbildungsmöglichkeiten
usw.) |
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Schritt
2: |
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Beschäftigen
Sie sich intensiv mit den einzelnen Themen und damit, wie
sehr Sie sich tatsächlich positiv auf Sie und Ihr Leben
auswirken.
Machen
Sie sich klar, dass das "eigentlich" keine Selbstverständlichkeiten
sind, sondern Anlässe, um sich gut zu fühlen.
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Schritt
3: |
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Gewöhnen
Sie es sich an, sich immer wieder an die positiven Seiten
Ihrer Arbeit zu erinnern und sie wahrzunehmen: Sie können
beispielsweise Ihre Liste zur Hand nehmen - ganz besonders
an den Tagen, an denen Sie in die negative Schiene abdriften.
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Bitte
verstehen Sie mich nicht falsch:
Ziel
dieser Übung ist nicht, dass Sie die Augen vor den
Dingen verschließen, die Ihnen nicht gefallen und
mit denen Sie Schwierigkeiten haben! Ganz im Gegenteil!
Der
Blick auf das Positive hilft sehr dabei, sich innerlich
zufriedener, ausgeglichener und stabiler zu fühlen,
und wird Sie stärken, um Ihre Schwierigkeiten und Probleme
aktiv, zielgerichtet und kraftvoll angehen zu können.
Im Gegensatz
dazu kann der Fokus auf das Negative sehr stressig, demotivierend
und kräftezehrend sein. Außerdem verliert man
dadurch den klaren Blick und wachen Verstand - und erkennt
Chancen und Handlungsmöglichkeiten oft überhaupt
nicht mehr.
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Mehr
Disziplin, bitte!
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