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Viele
empfinden Routinearbeiten als lästiges, aber notwendiges
Übel. Schieben sie vor sich her, solange es irgendwie
geht und erledigen sie lustlos oder gar mehr schlecht als
recht. Das muss aber nicht so sein!
Mit
der richtigen Einstellung, Selbstdiszipin und Übung
ist es möglich, auch die vermeintlich langweiligsten
und anspruchslosesten Aufgaben gut und gerne auszuführen.
Auf
die Sichtweise kommt es an!
Wie
Sie über Routineaufgaben denken, spielt eine fundamentale
Rolle und beeinflusst Ihren Motivations- und Lustpegel enorm.
Wenn Sie sie als langweilig, überflüssig, notwendiges
Übel, unter Ihrer Würde, nicht wichtig usw. abwerten,
brauchen Sie sehr viel Energie (bzw. sehr viel Druck von
außen), um sich aufzuraffen und sie über die
Bühne zu bringen. Deshalb ist es klug, sich eine andere
und hilfreichere Sichtweise anzueignen.
Nehmen
Sie sich Zeit, um ausführlich über Ihre Routinearbeiten
nachzudenken und möglichst viel Klarheit darüber
zu gewinnen, welchen Sinn diese Aufgaben machen und welche
Bedeutung sie für das Ganze haben.
Übung: Wie wichtig sind meine Routinearbeiten?
Eine
einfache und sehr gute Möglichkeit, um die Bedeutung
und Tragweite der Routinearbeiten zu erkennen, ist folgende
Frage:
- Was
würde passieren, wenn diese Arbeiten gar nicht erledigt
würden?
Überlegen
Sie ganz genau, welche Auswirkungen das sofort und langfristig
hätte (für Sie selbst und Ihre Arbeit, für
Kollegen, für Kunden, für die Zusammenarbeit und
das Arbeitstempo, für das Image des Unternehmens nach
außen usw.). Oft wird einem erst nach einer intensiven
Analyse so richtig klar, wie wichtig es ist, dass die Routinearbeiten
regelmäßig und gut erledigt werden.
Clever
an Routinearbeiten herangehen
Eine
konstruktive Einstellung den Routinearbeiten gegenüber
zu pflegen ist die beste Voraussetzung, um sie regelmäßig
zu erledigen und so erfreulich wie nur möglich zu gestalten.
Hier ein paar Anregungen, wie Sie das machen können:
- Routinearbeiten als Taktgeber nutzen
Überlassen
Sie es nicht dem Zufall, wann Sie Ihre Routineaufgaben erledigen
("Mache ich, wenn mal zwischendurch Luft ist."),
sondern planen Sie sie gezielt und sinnvoll ein.
Sie
könnten dafür jeden Tag eine bestimmte Zeit reservieren
(z. B. die halbe Stunde vor der Mittagspause oder vor Feierabend)
oder sie als Lückenfüller für Zwischendurch
einplanen. So können Sie Ihre Routinetätigkeiten
ganz bewusst nutzen, um mehr Struktur und Abwechslung in
Ihren Arbeitstag zu bringen.
- Routinearbeiten
als "Erholungsinsel" nutzen
Die
meisten Routineaufgaben müssen zwar sehr sorgfältig
und genau erledigt werden, stellen aber keine hohen Ansprüche
an Kreativität und abstraktes Denkvermögen. Genau
deshalb eignen sie sich sehr gut als Ausgleich zu intensiver
Kopfarbeit, anstrengenden Besprechungen usw.
Erleben
Sie die praktische Arbeit ganz bewusst als Gegenpol zur
intellektuellen Anstrengung, konzentrieren Sie sich darauf
und erledigen Sie sie ruhig und ganz bewusst.
- auch bei Routinearbeiten: immer besser werden
Ja,
auch bei Routinearbeiten ist es möglich und sinnvoll,
sich selbst Ziele zu setzen und die eigene Leistung zu verbessern.
Das
könnte sein: immer mehr in einer bestimmten Zeit schaffen,
überlegen, wie man sich die Arbeit erleichtern und
wie man sie effektiver gestalten kann, sich von anderen
Tipps holen, an der eigenen Einstellung Routinearbeiten
gegenüber arbeiten und sich immer leichter motivieren,
die Aufgaben besser in den Arbeitstag integrieren usw.
Tipp:
den inneren Dialog steuern
Sobald
Ihnen negative Gedanken (z. B. "Wie langweilig! Das
ist ja öde! Warum muss ich das machen, ich habe doch
viel Wichtigeres zu tun?!? Mann, noch nicht einmal die Hälfte
geschafft!" usw.) durch den Kopf schießen, ist
es wichtig, dass Sie sich ihnen nicht ausliefern und sich
nicht hineinsteigern.
Sondern
sie wahrnehmen und ganz gezielt ein "mentales Gegenmittel"
einsetzen. So können Sie beim Gedanken "Mann,
wie öde!"
1. bewusst
registrieren, was in Ihnen passiert ("Aha, jetzt denke
ich, dass das total öde ist.")
und
2. sich
selbst sagen: "Ja, es ist vielleicht öde, aber
ich mache jetzt trotzdem weiter und bringe es zu Ende!"
Sich selbst an die Hand zu nehmen und Routineaufgaben diszipliniert
durchzuziehen, lohnt sich: So erledigen Sie nicht nur regelmäßig,
was zu tun ist, und haben Ihre Arbeit im Griff. Sondern
Sie fühlen sich auch gut, weil Sie sich selbst motivieren
und disziplinieren können - anstatt Ihnen nicht so
Angenehmes einfach aufzuschieben.
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