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Keine
Sorge: Dies ist kein Plädoyer dafür, dass alle "Volltischler"
zu "Leertischlern" mutieren und an allen Arbeitsplätzen
makellose Ordnung herrschen soll. Denn das ist schlicht und
einfach nicht realistisch. Allerdings ist ein gewisses Maß
an Struktur und Aufgeräumtheit schon sinnvoll - um sich
selber die Arbeit zu erleichtern, wichtige Dinge nicht verschütt
gehen zu lassen und nicht dauernd auf der Suche nach irgendwas
zu sein. Ein gewisses Maß an Ordnung ist einfach Voraussetzung,
um den Überblick zu bewahren, schnell und gut zu arbeiten
- und auch das Umfeld (den Chef und die Kollegen) erkennen
zu lassen, dass man durchblickt und die Dinge unter Kontrolle
hat.
Als
weiteres gewichtiges Argument lässt sich noch anführen,
dass die allermeisten Leute im Team arbeiten und auf jeden
Fall im Urlaub oder bei Krankheit durch andere vertreten
werden: Nur wenn man an Ihrem Arbeitsplatz durchblickt,
werden die Kollegen Sie gerne vertreten und in Ihrer Abwesenheit
gute Arbeit leisten.
Wichtige
Arbeitsmittel parat halten
Es ist
sinnvoll und absolut hilfreich, die diversen Dinge in und
auf Ihrem Schreibtisch (Stifte, Terminkalender, Papier,
Schere und was Sie alles brauchen) so zu organisieren, dass
Sie immer schnellen Zugriff darauf haben - z. B. auch, wenn
Sie telefonieren. Oder welchen Eindruck haben Sie von Leuten,
die erstmal nach Papier und Stift suchen müssen, um
Ihre Nachricht notieren zu können?
Am besten lassen Sie nur das auf dem Schreibtisch, was Sie
häufiger benötigen, und ordnen den Rest in den
Schubladen. So haben Sie auch mehr Arbeitsfläche zur
Verfügung und müssen nicht ständig Platz
schaffen.
Von
Hilfsmitteln profitieren
Halten
Sie Ihre Schreibfläche von all den Dingen frei, die
Sie anderweitig unterbringen können: zum Beispiel auf
einer Pinwand/Magnetwand oder in Eingangskörben/-schalen
usw. Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, um
Dinge sinnvoll zu verstauen.
Ein Tipp zu Pinwänden und dergleichen: Es ist sehr
hilfreich, hier eine gewisse Struktur reinzubringen und
nach Hauptthemen zu sortieren (z. B. Termine, Preise, Telefonnummern
oder was auch immer für Sie relevant ist - anstatt
die Zettel "einfach so" anzupinnen.
Stapel
im Griff behalten
Es lässt
sich offenbar kaum vermeiden, dass Stapel entstehen. Was
sich aber sehr wohl vermeiden lässt, sind undifferenzierte
Berge, die vor sich hinwachsen, Ihnen die Arbeit und das
Leben schwer machen und - als wäre das nicht schon
schlimm genug - nicht gerade das beste Licht auf Sie werfen.
Eine einfache und sinnvolle Struktur (die natürlich
jeder für sich selbst bestimmen muss) ist Gold wert
und äußerst nützlich. Anstatt alle möglichen
Dinge unsortiert auf einen Stapel zu legen, können
Sie von vornherein die wichtigsten Kategorien festlegen
(z. B. Post, Zeitschriften, Anfragen von Kunden, Rechnungen
oder was auch immer für Sie relevant ist) und so eine
für Sie sinnvolle Gliederung und Ordnung reinbringen.
Mit einem einzigen Handgriff sortieren Sie so schon vor
- was den Durchblick erhält und Ihnen später die
Arbeit (vor allem, wenn Sie etwas Spezielles suchen) deutlich
erleichtern wird.
Kleine
Dinge gleich erledigen
So mancher
Stapel entsteht und wächst nur, weil kleine Dinge beiseite
gelegt und auf später verschoben werden. Anstatt das
Fax, in das Sie bestimmte Angaben eintragen sollen, auf
einen Stapel zu legen, könnten Sie die nötigen
Infos sofort ergänzen und zurückfaxen. Statt eine
Notiz zu machen, dass Sie den und den anrufen sollen, könnten
Sie es auch gleich tun (vorausgesetzt natürlich, dass
es zu dem Zeitpunkt auch sinnvoll ist). Anstatt eine Zeitschrift
beiseitezulegen, um sie später auf mögliche interessante
Artikel durchzublättern, könnten Sie es gleich
tun, die relevanten Texte rausnehmen und sich für die
Zugfahrt oder das Wochenende vornehmen. Viele kleine Handgriffe
kann man sinnvollerweise sofort und zwischendurch erledigen
- dann sind sie vom Tisch und müssen nicht "mitgezogen"
werden.
Sich
an Ordnungs-Regeln halten
Wenn
es in Ihrem Unternehmen/Team bestimmte Regeln gibt, wie
der Arbeitsplatz zu organisieren ist, dann müssen Sie
sich unbedingt daran halten. Nicht nur aus Respekt vor geltenden
Regeln, sondern auch und vor allem, weil diese ja nicht
von ungefähr kommen, sondern aus gutem Grunde und zum
Wohle aller eingeführt worden sind.
Sollten Sie eine bessere Idee haben, dann behalten Sie diese
nicht für sich und setzen Sie sie auf keinen Fall "im
stillen Kämmerlein" einfach um: Machen Sie sich
klar, welche Vorteile Ihre Idee im Vergleich zur bisherigen
Vorgangsweise hat und welche Einwände dagegen kommen
könnten. Bereiten Sie sich gut vor und präsentieren
Sie Ihren Vorschlag der/den entsprechenden Personen. So
zeigen Sie nicht nur Interesse, sondern auch Eigeninitiative
und Kreativität.
Aufgeräumter
Arbeitsplatz vor dem Urlaub
Auch
wenn Sie viel zu tun haben und gerade die letzten Tage vor
Ihrem Urlaub anstrengend und hektisch sind: Es ist ein absolutes
Muss, einen geordneten Arbeitsplatz zu hinterlassen, damit
Ihre Vertretung sich auch zurecht findet. Am besten besprechen
Sie sich kurz mit Ihrem Kollegen/Ihrer Kolleging und zeigen,
wo sich was befindet, welche Vorgänge offen sind, was
noch zu bearbeiten ist usw. So beweisen Sie nicht nur, dass
Sie Ihre Dinge im Griff haben, sondern auch, dass Sie Ihre
Kollegen respektieren und alles für eine gute Zusammenarbeit
tun.
Und
hier noch ein paar Vorschläge, wie Sie durch regelmäßige
Aktionen den Durchblick wieder herstellen können -
je kürzer die Abstände, umso weniger aufwändig
ist die Sache natürlich:
·
kurze Aufräumaktion als tägliches Feierabend-Ritual
·
regelmäßig, z. B. am Ende der Woche/des Monats
aussortieren und Dinge wegwerfen (Das gilt auch für
Ihre Pinwand, damit sie nicht überquillt und selbst
zum Chaos wird. )
·
eine gezielte Aufräumaktion, wenn die Stapel eine gewisse
Höhe erreicht haben, um einen Berg nach dem anderen
abzubauen
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