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Gute Vorsätze
  von Gitte Härter
 

Nicht nur an Silvester gibt es sie, die guten Vorsätze. Ob es die Klassiker, wie das Rauchen aufhören, sich gesünder ernähren, mehr Bewegung/Sport sind – oder es ob es sich einfach um neue und bessere Gewohnheiten, ein anderes Verhalten handelt.

Doch der Jahreswechsel an sich ist schon ein Aspekt, der Veränderungen – und seien diese anfangs nur gedanklich – leichter macht: ein klarer Schnitt, ein neues Jahr, ein kleiner Neu-Anfang erleichtert es dann doch, neue Saiten aufzuziehen.

 

Die 5 Freunde guter Vorsätze:

- ein Plan in Gedanken
- die Motivation hinterfragen
- konkret werden
- andere mit ins Boot holen
- Action!

Dass Sie sich gedanklich mit einer Sache beschäftigen, die Sie ändern, verbessern oder in Ihrem Leben neu begrüßen möchten, ist durchaus ein erster wichtiger Schritt. Doch bevor Sie pauschal ein "ich mach jetzt das und das" oder "ich lasse dieses und jenes" aussprechen, sollten Sie sich näher damit beschäftigen, warum Sie sich überhaupt mit diesem Gedanken tragen.

Wenn Sie Ihre Motivation näher ansehen, finden Sie schnell heraus, ob es sich wirklich um den richtigen Vorsatz handelt oder ob es nicht um etwas anderes geht. Und ob es sich auch wirklich um Ihr eigenes Ziel dreht oder um eines, von dem Sie glauben, Sie sollten oder das jemand von Ihnen verlangt.
Fragen Sie sich also immer: Warum möchte ich das gerne? Am besten funktioniert es, wenn Sie sich in Ruhe gemütlich hinsetzen und Ihre Gründe aufschreiben – was möchte ich? Warum möchte ich das? Was erhoffe ich mir davon?

Der nächste Aspekt ist dann, wirklich konkret zu werden - Was werden Sie dafür tun? Welche Schritte sind nötig und in welcher Zeit? Fragen Sie sich immer: Was ist der Plan?

Jetzt wissen Sie, was Sie erreichen möchten und warum. Vielleicht ist der eine oder andere Vorsatz flöten gegangen, weil er Ihnen doch nicht so wichtig war oder es hat sich ein anderes Ziel als sinnvoller für Sie erwiesen.
Dann holen Sie andere mit ins Boot: Entweder Leute, von denen Sie wissen, dass Sie dasselbe Ziel ebenfalls erreichen möchten (Achtung: keine Pseudo-Verbündeten! Wenn jemand ebenfalls Sport machen will, Sie aber jede Woche zum Pizza essen überredet, dann wird’s kontraproduktiv). Oder erzählen Sie Menschen Ihres Umfelds, wie Ihr Ziel aussieht und vereinbaren Sie, wie Unterstützung aussehen kann. Manchmal ist es schon damit getan, sich wirklich konkret festzulegen, indem man Familie und Freunden erzählt, was man tun wird (nicht möchtekönntesollte).

 

Die 5 Feinde guter Vorsätze

- schwammig und unrealistisch
- nur dahingesagt, nicht gemeint
- "muss"
- keine Zeit & Co.
- nichts dafür tun

Alles was schwammig ist oder unrealistisch ist, ist schwierig: Wer bisher "keine Zeit" hatte, sich gesund zu ernähren und sich von Hamburgern und Pizza ernährt hat, wird nicht ab nächsten Mittwoch der gesund einkaufende und selbst kochende Vollwertköstler werden. Wer nur sagt "ich muss mich mehr bewegen" oder "ich will souveräner werden", kann die eigenen Ziele nicht greifen und somit nicht umsetzen.

Die Goldene Regel lautet: Lieber weniger und das auch wirklich motiviert angehen, als nach kürzester Zeit frustriert oder überfordert aufzugeben. Noch dazu mit dem eigenen Makel, etwas nicht durchhalten zu können.
Also: kleine Schritte tun, sich über Ihre Erfolge freuen und wenn das sitzt, das nächste Kleinziel anstreben.

Wenn Sie etwas nur so dahinsagen, es aber nicht wirklich meinen oder wollen, dann haken Sie Ihren Vorsatz rechtzeitig unter "Geplapper" ab und vergessen Sie ihn. Ansonsten kann es Ihnen passieren, dass Sie etwas, das Sie gar nicht tun möchten als Misserfolg erleben, wenn Sie es nicht weiterverfolgen. Klingt paradox, hat jedoch Auswirkungen! Viele Menschen sagen immer "ich muss" oder "ich müsste" dieses-und-jenes machen. Passen Sie auf dieses "muss" auf. Es kann darauf hindeuten, dass Sie etwas selbst überhaupt nicht tun wollen. Es kann auch nur bedeuten, dass Sie es sich selbst nicht zutrauen, nicht in die Gänge kommen.

Lösen Sie sich vom "Muss": Müssen tut niemand gerne etwas. Und da macht es auch keinen Unterschied, ob Sie sich selbst unter Druck setzen.

Selbst sabotieren können Sie sich auch mit allen möglichen vermeintlichen Hindernissen, die bei näherem Hinsehen doch nur vorgeschoben sind: Allen voran "keine Zeit". Seien wir ehrlich: Für etwas, das uns wichtig ist, haben wir immer genug Zeit, oder?
Ein schöner Spruch, den ich vor Jahren gelesen habe und mir immer wieder vor Augen führe, ist "Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich". Also nehmen Sie sich die Zeit für die Ziele, die Ihnen offenbar wichtig sind.

Und der letzte Feind Ihrer Vorsätze ist das Nichtstun. Sie haben überlegt, einen Plan gemacht, Sie sind guter Dinge – und dann passiert nichts. Häufig wird propagiert, dass man Ziele visualisieren soll: Sich vorstellen wie sich Ihre Figur verbessert hat, Sie wieder in die kleinere Kleidergröße passen. Sich ausmalen, wie Sie souverän eine Präsentation machen ... Es stimmt: die Vorstellung, wie es sein wird, wenn Sie das Ziel erreicht haben, wie gut es Ihnen geht, das ist eine kraftvolle Motivation – innerlich und auch äußerlich, denn Sie erhalten eine positive und zuversichtliche Ausstrahlung dadurch. Doch allein mit Visualisieren ist es nicht getan: Ich kann mir noch so oft zuhause vor dem Fernseher vorstellen, wie ich mit Waschbrettbauch aussehen werde. Ohne entsprechende Aktion wird’s nichts.

 

Just do it!

Dieser Werbespruch bringt es auf den Punkt: Tun Sie’s einfach. Und fangen Sie gleich damit an. Es gibt keinen Grund, Ihre Vorsätze auf nächste Woche oder nächsten Monatsanfang aufzuschieben. Wenn Sie etwas erreichen möchten, dann fangen Sie doch sofort damit an. Und der beste Punkt, damit anzufangen, sind Ihre "5 Freunde".
Viel Spaß und Erfolg beim Umsetzen Ihrer Vorsätze!


   
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