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Christine
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Gitte
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| ...
Sie finden den Gesprächspartner blöd |
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von
Gitte Härter
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Kennen
Sie so Situationen, in denen Sie mit jemandem reden und denken:
"So ein Schwätzer!" oder "Jetzt textet
sie mich wieder zu." Vielleicht haben Sie Ihren Gesprächspartner
ohnehin schon dick und Ihr inneres Urteil ist sogar noch um
einiges schärfer.
Genau
jetzt ist es wichtig, dass Sie sich innerlich wieder auf
Spur bringen. Denn wenn Sie das nicht tun,
- vergiften
Sie die Gesprächsatmosphäre, was sich auch auf
Ihr Image auswirkt,
- verpassen
Sie die Gelegenheit, das Gespräch aktiv und konstruktiv
zu steuern - was dazu führt, dass es länger wird,
dass Sie sich genau das, was Sie unmöglich finden,
noch länger anhören müssen und nicht zum
Punkt kommen,
- entwickeln
Sie sich selbst nicht weiter! Es ist eine gute Sache, Ansprüche
an sich selbst zu haben. Zum Beispiel: Ich gehe respektvoll
mit anderen um. Ich möchte gut kommunizieren. Und solche
Ansprüche gelten natürlich immer und nicht nur,
wenn's Ihnen gerade passt :-)
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Wie
geht das aber nun, sich innerlich auf die Spur zu bringen? |
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Fokussieren
Sie - mit einem innerlichen Selbstgespräch: |
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Sagen
Sie sich in Gedanken: "Stopp! Jetzt konzentriere ich
mich auf den Inhalt." Schneiden Sie sich praktisch
innerlich das Wort ab, wenn Sie über den anderen urteilen
oder abschweifen.
Haben
Sie es mit einer für Sie schwierigen Person zu tun
oder sagt der andere in Ihren Augen etwas so Dämliches,
dass Sie es kaum ertragen können, dann atmen Sie bewusst
tief durch und:
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Rufen
Sie sich Ihren Anspruch in Erinnerung: |
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"Ich
möchte (!) respektvoll mit anderen umgehen. Also lasse
ich mich jetzt auf die Situation ein und arbeite daran,
offen und höflich zu sein." - Seien wir ehrlich:
Sie möchten auch nicht, dass andere, wenn sie mit Ihnen
sprechen, gemein über Sie denken und nach außen
hin heucheln.
Der
Anspruch heißt nicht, dass Sie einfach die Situation
passiv aushalten, sondern Sie sollen selbstverständlich
aktiv werden und auch Ihren Standpunkt äußern
- mit Rücksicht auf das Wie. Wenn Sie sehr emotional
sind oder Sie sich durch Ihr Gegenüber provoziert fühlen,
nützt es, zu wiederholen.
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Wiederholen
Sie den Inhalt - wertfrei: |
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Gehen
Sie niemals spontan und emotional auf etwas ein! Ein guter
Trick (den ich selbst schon viele Male mit Erfolg genutzt
habe) ist es, laut in eigenen Worten den Inhalt zu wiederholen
und die Emotionen rauszulassen.
Nehmen
wir an, Sie fragen eine Kollegin, ob sie die Aufgabe X schon
fertig hat, und dann kommt erstmal ein Lamento: "Uah,
was soll ich noch alles machen? Ich hab viel zu viel zu
tun. Der Herr Meier will noch .... und für Ute soll
ich noch ... und der Chef hat ... blablabla." Sie denken
sich: "Oh no! Jetzt muss ich mir dieses Rechtfertigungsgejammer
wieder anhören. Die sollte mal lieber arbeiten statt
zu jammern, dann käme sie auch mit den Sachen klar."
Das wäre nicht hilfreich, aber wenn Sie es schon so
oft gehört haben, ist es verständlich, wenn Ihnen
der Blutdruck steigt.
Nützlicher
ist es, zu wiederholen und auf den Punkt zu kommen: "Du
hast viel zu tun und kämpfst mit Terminen. Meine Aufgabe
musst du nicht heute erledigen, dann hast Du eine Sache
weniger. Ich brauche es bis Donnerstag. Kann ich mich darauf
verlassen?"
Damit
bleiben Sie höflich, nehmen die Kollegin dennoch in
die Pflicht und entlasten sie sogar zeitlich (wenn das geht).
Und
lernen Sie auch, die eine oder andere emotionale Aussage
zu ignorieren. Es ist nie nützlich, alles auf die Goldwaage
zu legen, auch wir selbst drücken uns manchmal ungeschickt
oder "im Affekt" angreifend aus. Sie sind sehr
viel souveräner, wenn Sie sich auf die Sache konzentrieren
und wenn es absichtliche Provokationen sind, sich gar nicht
erst drauf einlassen. Das macht das Leben leichter.
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Übernehmen
Sie die Gesprächsführung: |
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Bleiben
Sie immer aktiv: Stellen Sie Fragen, unterbrechen Sie Ihr
Gegenüber ruhig höflich, wenn dieser abschweift
oder zu sehr ausholt. Ergeben Sie sich nie passiv in ein
Gespräch und schalten dann innerlich ab (oder ärgern
sich). Zu
einem gut funktionierenden Gespräch gehören immer
zwei.
Stellen
Sie Fragen nie als Selbstzweck: Je passiver sich Leute in
ein Gespräch ergeben, desto mehr stellen sie auf Autopilot
und stoßen durch Fragen dann oft unabsichtlich einen
weiteren Redeschwall an. Jede Frage soll dem Verstehen dienen
und das Gespräch zum Ergebnis lenken.
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Das
gilt natürlich ganz genauso, wenn Sie schlichtweg unaufmerksam
sind und sich während eines Gesprächs dabei ertappen,
zu überlegen, was Sie gleich noch alles tun müssen
oder was Sie heute noch einkaufen wollen.
Probieren
Sie's aus - und wenn es Ihnen nicht auf Anhieb glückt,
macht das gar nichts: Alles ist Übungssache ... auch
Selbstmanagement und Kommunikation.
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- "Was
ich denke, spielt doch keine Rolle
- nur was ich tue, zählt!"
- Wann
bin ich selbst so?
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