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Auch
wenn es verständlich und nachvollziehbar ist, dass man
unangenehme oder einem selbst peinliche Themen so lange wie
möglich verbergen und für sich behalten möchte
- obwohl andere davon betroffen sind und man deshalb "eigentlich"
etwas sagen müsste: Das ist ein fast todsicherer Weg,
um andere vor den Kopf zu stoßen und sich selbst ins
Abseits zu drängen.
Zum
Beispiel:
- Es
stehen Überstunden ins Haus, aber man behält die
unangenehme Nachricht für sich und lässt den Partner/die
Familie lieber im Unklaren. Bis es so weit ist und man mit
der Wahrheit herausrücken muss. Enttäuschung,
Auseinandersetzungen, Vorwürfe und Konflikte können
die Folge sein: nicht nur wegen der Überstunden, sondern
in allererster Linie wegen der Verzögerungstaktik.
- Man
ist nicht so richtig gesund oder schlecht drauf und zieht
sich an den eigenen Arbeitsplatz und in die eigene Arbeit
zurück, um etwas Abstand und Ruhe zu haben. Die Kollegen
nehmen den Rückzug und das distanzierte Verhalten wahr,
wissen nicht so recht, wie sie das interpretieren und wie
sie mit einem umgehen sollen, und ziehen sich ihrerseits
zurück.
Natürlich ist es nicht einfach und angenehm, Themen
wie diese sofort auf den Tisch zu legen und mit den Betroffenen
offen darüber zu sprechen. Trotzdem kann ich Sie nur
dazu animieren, über Ihren Schatten zu springen und
die Sache in Angriff zu nehmen: Denn das ist meiner Erfahrung
nach die einzige Möglichkeit, um Missverständnisse
und dicke Luft zu vermeiden - und um gemeinsam eine Lösung
zu finden.
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