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Nicht motiviert?
  von Gitte Härter
 

Was Sie selbst tun können.

Motivation kommt nicht nur von außen. Wenn Ihnen Ihre Arbeit keinen Spaß macht (und solche Phasen hat jeder mal), dann warten Sie nicht darauf, dass Sie motiviert werden. Gerade wenn sich Ihre mangelnde Motivation in Ihrem Gesicht und Ihrer ganzen Art zeigt, ist Ihr Umfeld häufig erst recht nicht gerade wild darauf, aktiv auf Sie zuzugehen.

Sie können Ihre Arbeit gerade nicht leiden? Sie fühlen sich unwichtig? Sie sind zu Höherem geboren? Dann tun Sie was!

 

Wenn Sie sich als kleine Nummer fühlen ... :
Was würde passieren, wenn Sie Ihre Aufgaben eine Woche lang nicht erfüllen?

Sie haben das Gefühl, Ihre Arbeit ist nicht sonderlich wichtig? Oder Sie selbst zählen nicht sehr viel? Dann sitzen Sie zunächst einmal in den meisten Fällen einem Irrtum auf. Menschen, denen ihre Arbeit leicht fällt, bzw. solche, die sich unterfordert fühlen, denken meist, ihre Arbeit sei unwichtig. Das Gleiche gilt natürlich auch für Jobs, die gemeinhin als „einfach" gelten.

Sie sind in der Poststelle beschäftigt? Und Ihre Aufgabe ist es, „nur" die Post zu öffnen und zu sortieren? Dann überlegen Sie sich einmal ernsthaft:
Was würde passieren, wenn Sie Ihre Arbeit für eine Woche lang niederlegten und sich in dieser Zeit niemand um Ihren Aufgabenbereich kümmerte

 

Wenn Sie unterfordert sind ... : Tun Sie so, als ob Sie die wichtigste Tätigkeit überhaupt erfüllen!

Manchmal ist man ja tatsächlich unterfordert. Kann eigentlich mehr. Nur momentan sind Sie an einer Stelle, wo Sie einfachere Tätigkeiten erledigen. Vielleicht weil Sie frisch angefangen haben – oder Quereinsteiger sind. Oder Sie jobben nebenher.

Bleiben Sie mal auf dem Teppich: Natürlich bekommen Sie nicht sofort die tollsten, eigenverantwortlichen Aufgaben – auch wenn wir diesen Wunsch in unserer Beraterpraxis fast täglich hören. Leute, die frisch von der Uni kommen, wollen eigenverantwortlich die dicken Projekte leiten. So läuft’s nicht. Sie müssen sich erst mal beweisen.

Egal, in welcher Situation Sie sind:

Wenn Sie sich von morgens bis abends selbst einreden, dass Ihre Tätigkeit von jedem x-beliebigen Typen erledigt werden könnte und sie noch dazu überhaupt nicht wichtig ist, ist es ja kein Wunder, wenn Sie keinen Spaß an der Arbeit haben! Und das färbt auf Ihre Persönlichkeit und damit auch auf Ihr Privatleben ab. Von Ihren Kollegen ganz zu schweigen.

Tun Sie „als ob". Das ist eine bekannte Vorgehensweise, die Ihnen dabei hilft, wieder Spaß und Elan bei Ihrer Arbeit zu bekommen. Ob Sie nun dran glauben oder nicht, ist nicht relevant. Wenn Sie sich und Ihre Aufgabe wirklich wichtig nehmen, dann funktioniert das!

 

Auch wenn Sie nur „Hiwi-Tätigkeiten" leisten .... :
Seien Sie die Nummer 1 !

Zwei Beispiele:

Ich war früher Tippse bei der Polizei. Tagein, tagaus Formulare, Brandort-Berichte und Vernehmungen schreiben. Meine Kolleginnen waren „bloß" Schreibkräfte. Haben ihren Job erfüllt. Das war’s. Ich hatte immer den Anspruch, besonders schnell zu sein und besonders schöne Schriftstücke zu produzieren. Geschwindigkeitsmäßig habe ich gegen mich selbst Wettbewerbe gemacht. So gab es immer ein neues Ziel zu erreichen.

Von der Schauspielerin Michelle Pfeiffer habe ich in einem Interview gelesen, dass sie früher im Supermarkt an der Kasse saß. Dort wurden die Einkäufe auch in Tüten verpackt. Michelle Pfeiffer sagt von sich, sie hatte immer den Ehrgeiz, die bestgepackten Tüten zu haben: die Ware optimal in der Tüte verstauen – so dass der Platz gut genutzt ist und nichts zu Schaden kommt.

 

Wenn eigentlich alles stimmt, aber Ihre Laune will nicht richtig ... : Tun Sie sich was Gutes!

Manchmal ist man einfach nur fertig. Die Arbeit ist eigentlich wirklich gut. Das Arbeitsumfeld paßt. Aber irgendwie ist die Luft raus. Der Urlaub ist auch noch nicht in Sicht. Was tun?

Kümmern Sie sich um sich selbst. In der Arbeit und privat.

Stellen Sie Ihr Büro um. Kaufen Sie sich einen Blumenstrauß für’s Büro. Hören Sie Gute-Laune-Musik. Führen Sie ein Frühstück mit Ihren Kollegen ein ....die Ideen sind vielfältig.

Gönnen Sie sich einen ruhigen Abend und überlegen bei einer schönen Tasse Kaffee, was Sie sich alles Gutes tun können, um über die Phase hinwegzukommen. Nur auf’s Wochenende zu schielen, bringt es nicht. Ich spreche aus Erfahrung.

 

Der Clou: Ihr Umfeld reagiert!

Ewig problembehaftete Leute, die ihre Unterlippe dauerhaft bis ins Knie hängen lassen, schrecken ab. Wenn Sie aktiv mit Ihren kleinen oder großen Krisen umgehen, reagiert auch Ihr Umfeld gerne.

Ach, und noch was:
Wenn Sie sich selbst schon nicht helfen möchten, warum sollte das jemand anderer tun?

   
   
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