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Eine
der größten Herausforderungen und echten Bewährungsproben
für Führungskräfte ist sicherlich: den Mitarbeitern
Entscheidungen mitzuteilen, hinter denen man selbst nicht
wirklich stehen kann oder die man gar für total daneben
hält.
Es ist
sehr wichtig, sich in einer solchen Situation nicht den
eigenen Emotionen hinzugeben, sondern die Konsequenzen seines
Verhaltens zu bedenken und sich verantwortungsvoll und als
echte Führungspersönlichkeit zu verhalten. Hier
ein paar Anregungen, worauf es ankommt:
1. Bitte machen Sie sich ganz klar: Ja, die Situation ist
unangenehm und stellt hohe Anforderungen an Sie. Aber, so
etwas gehört nun mal zu einer Führungsposition
dazu. Auch eine solche Situation aktiv und verantwortungsvoll
zu gestalten, ist Teil Ihres Jobs.
2. Finden Sie so viel wie möglich darüber heraus,
wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist - indem Sie das
Gespräch mit Ihrem/n eigenen Vorgesetzten suchen und
nachhaken.
Je mehr
Sie wissen - und Entscheidungen sind immer eine komplexe
Sache, vor allem wenn mehrere Leute etwas zu sagen haben
und unterschiedliche Interessen im Spiel sind - umso eher
und leichter können Sie sie nachvollziehen. Auch wenn
Sie dann immer noch ganz anderer Ansicht sind, wissen Sie
zumindest, wie die Entscheidung zustande gekommen ist.
3. Wenn Sie nichts Relevantes erfahren oder Ihnen die Entscheidung
einfach nicht in den Kopf will: Bitte machen Sie sich klar
- auch wenn es schwerfällt - dass die Entscheidungsträger
ihre guten Gründe haben. Vielleicht können Sie
diese weder sehen noch nachvollziehen, aber es gibt sie
trotzdem.
4. Machen Sie es sich selbst zur Aufgabe, die betreffende
Entscheidung so zu kommunizieren, dass Sie niemandem schaden
- weder sich selbst noch anderen. Bereiten Sie sich intensiv
auf das Gespräch vor, legen Sie sich zurecht, was Sie
sagen möchten und wie Sie mit den zu erwartenden Einwänden
und Bedenken umgehen werden. Ihr Ziel sollte sein, Klartext
zu reden PLUS eine konstruktive und lösungsorientierte
Sichtweise einzubringen.
5. Versammeln Sie Ihre Leute um sich und teilen Sie mit,
was Sache ist. Erklären Sie so gut wie möglich,
wie die Entscheidung aussieht, welche Konsequenzen sie aus
Ihrer Sicht hat und wie es dazu gekommen ist. Viel besser
als die Entscheidung schön zu reden, ist, Bedenken
und Einwände vorwegzunehmen und Verständnis dafür
zu äußern. Und gleichzeitig ganz klarzumachen,
dass die Entscheidung gefallen ist und Sie und Ihr Team
damit umgehen müssen.
6. Sagen Sie Ihren Leuten, dass Sie sie brauchen, und animieren
Sie sie dazu, aktiv mit der Situation umzugehen und gemeinsam
das Beste daraus zu machen. Sie können Ihr Team bitten,
sich die Sache durch den Kopf gehen zu lassen, und sich
dann wieder zusammensetzen, um gemeinsame Aktivitäten
zu besprechen und festzulegen. Bieten Sie auch Lösungsvorschläge
und Ideen an, wenn Sie schon welche haben.
Wie Sie sich in einer solchen Situation benehmen und was
Sie sagen, bestimmt ganz wesentlich mit, welches Image Sie
als Führungskraft haben. Selbst wenn es erstmal bequemer
ist, die Entscheidung lächerlich zu machen oder zu
verteufeln und sich selbst als Opfer darzustellen: Damit
unterminiert man auf die Dauer seinen Ruf - sowohl bei den
Vorgesetzten als auch bei den Mitarbeitern.
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