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Besondere
Anlässe - wie das bevorstehende Weihnachtsfest - sind
immer auch eine schöne Möglichkeit, mit (potenziellen)
Kunden ins Gespräch zu kommen. Wichtig ist jedoch besonders
hier, dass Ihre Einstellung passt und die Ausführung
stimmt. Denn sonst kann es sein, dass ein unbeabsichtigt
bitterer Nachgeschmack beim Empfänger bleibt. Aber
der Reihe nach:
Anlässe
Die
Anlässe sind vielfältig. Hier einige Beispiele:
- Weihnachten
- Jahreswechsel (Jahresende oder Jahresbeginn)
- Geburtstag
- Firmenjubiläum (das Ihres Kunden/Ihr eigenes)
- Familienereignisse (Heirat, Geburt ...)
- Ihr besonderer Service: Erinnerungen an Dienstleistung/Warenbestellung
Der
letzte Punkt bedeutet, dass Sie Ihren Kunden den Service
bieten, ihn an Ihre Leistung zu erinnern. Beispielsweise
erinnert der Friseur alle sechs Wochen an den neuen Haarschnitt.
Der Zahnarzt an den halbjährlichen Vorsorge-Check.
Der Steuerberater ans Abgeben der Belege für die Steuererklärung.
Das geht auch mit Produkten: Der Büromittelversand
erinnert an die rechtzeitige Kalenderbestellung. Die Druckerei
erinnert rechtzeitig vor einer wichtigen Branchenmesse daran,
den Druckbedarf zu prüfen etc.
Sie sehen schon, dass der Vorteil auf beiden Seiten ist:
Ihre Kunden sind vom Extra-Service begeistert und für
Sie selbst heißt das, dass Sie
- im
Kopf Ihrer Kunden präsent bleiben
- Ihr Geschäft aktiv ankurbeln können
- Ihre zeitliche Planung aktiv angehen und
möglicherweise
sogar Termindruck vermeiden
Tipp Nr. 1: Machen Sie doch mal ein Brainstorming für
Ihre individuelle Geschäftssituation. Notieren Sie
sich, welche besonderen Termine/Anlässe es gibt (generell
und individuell für Ihre Branche/Ihren Beruf). Sammeln
Sie im ersten Schritt einfach einmal alles, was Ihnen einfällt.
Ihre
Einstellung & Motivation muss stimmen
Wie
oben bereits angesprochen ist es wichtig, dass Ihre Motivation
stimmt. Das wirkt sich auch darauf aus, wofür Sie sich
entscheiden (siehe nächster Punkt).
Entscheiden
Sie sich bitte immer nur für Anlässe, die Sie
selbst auch gut finden. Und stimmen Sie die Ausführung
und Intensität Ihrer Aktion daraufhin ab, wie es Ihnen
selbst angenehm ist.
Beispiel:
Sind Sie allergisch gegen Weihnachtskarten? Dann schicken
Sie keine, nur weil es ein willkommener Anlass ist. Möchten
Sie nur ausgewählten Geschäftspartnern von Herzen
zum Geburtstag gratulieren? Dann treffen Sie eine Auswahl,
anstatt einen Rundumschlag zu machen.
Tipp Nr. 2: Machen Sie sich eine Liste Ihrer (potenziellen)
Kunden und Geschäftspartner und gehen Sie diese Aufstellung
durch:
- Duze
oder sieze ich die Person?
- Wie
stehe ich zu dieser Person (mag ich gern, neutral, nicht
soooo)?
- Wie
persönlich bin ich mit dieser Person bzw. möchte
ich werden (sind wir freundlich und persönlich miteinander,
haben wir sogar private Gesprächsthemen oder ist es
eher geschäftsmäßig)?
- Was
weiß ich geschäftlich über den Bedarf oder
Wünsche (z. B. geht oft auf Messen, achtet darauf,
regelmäßig Ihre Leistung in Anspruch zu nehmen
...)
Wie-wo-was?
Nun
können Sie Ihre Erkenntnisse von Tipp 1 und Tipp 2
miteinander verbinden. Denn Sie haben jetzt eine klare Vorstellung
von möglichen Anlässen und Empfängern. Und
Sie haben auch hinterfragt, was Ihnen selbst entgegenkommt
und liegt.
Wichtig
ist natürlich auch, dass Sie sich rechtzeitig kümmern.
Also Geburtstagsgrüße nicht mit zwei Tagen Verspätung
schicken. Oder Erinnerungen vor einer Messe o. ä. nicht
so knapp, dass dennoch für beide Seiten Hektik entsteht.
Tipp Nr. 3: Entscheiden Sie sich nun dafür, welche
Anlässe Sie nutzen möchten. Gehen Sie dabei ruhig
unterschiedlich vor bei Ihren Geschäftspartnern - vielleicht
entscheiden Sie sich dafür, allen Ihren Kunden Erinnerungen
zu schicken, haben aber nur eine Handvoll Kunden, denen
Sie gerne zusätzlich zum Geburtstag gratulieren.
Wichtig:
immer persönlich
Ein
Kardinalfehler, der häufig passiert, ist, dass die
Ausführung nachlässig oder unpersönlich erscheint.
Typische Fehler sind beispielsweise:
- vorgedruckte
Karten ohne persönlichen Text, allenfalls mit Unterschrift
- offensichtlicher
Serienbrieftext (bzw. Serienbrief-Wirkung)
- Sie-Briefe
auch an Leute, die Sie duzen
Tipp Nr. 4: Machen Sie sich bitte immer die Mühe, individuell
zu formulieren. Es ist wahnsinnig "abturnend",
eine Geburtstags- oder Weihnachtskarte zu bekommen, wo lieblos
nur eine Unterschrift reingeschrieben ist. Vielleicht kennen
Sie das auch selbst: Da möchte man lieber keinen Gruß
bekommen, wenn es den Anschein hat, dass jemand sich keine
Gedanken gemacht hat.
Es reicht ein schöner, individueller, handgeschriebener
Satz, um zu unterstreichen, dass Sie sich persönlich
auf Ihr Gegenüber eingestellt haben.
Ein Detail mit großer Wirkung ist es auch, wenn Sie
den Umschlag per Hand beschriften und nicht etwa mit einem
Adressaufkleber.
Fragen Sie sich immer: Wie hätte ich es gern?
Was freut Sie an persönlichen Grüßen oder
Erinnerungsschreiben (oder auch Anrufen) - was finden Sie
toll oder was hätten Sie gerne? Das ist ein schöner
Maßstab dafür, wie man sich selbst für seine
Geschäftskontakte einsetzen kann.
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