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Geht
Ihnen das vielleicht wie mir? Ich plane eigentlich nie Urlaubszeiten
im Voraus und unterm Jahr ist dann immer irgendwas: ein
Termin oder ein größeres Projekt oder einfach
immer was los ... und dann wird's Winter. Letztes Jahr habe
ich die Feiertage durchgearbeitet und heuer habe ich wieder
Vorweihnachtstermin-Enge ... grrr ... aber: selbst Schuld
:-) Schönes Projekt angenommen und Planungsgehirn dabei
nicht aktiviert. Da haben wir den Salat.
Momentan
bin ich auf dem Work-Life-Balance-Trip und daher geht es
diesmal um freie Zeiten - und zwar die vielen verschiedenen
kleinen und großen Urlaubs- und Auszeit-Möglichkeiten,
die Sie auch mit weniger Zeit, unregelmäßiger
Auftragslage (die Sie vielleicht mal längere Zeit zum
Kunden vor Ort führt und dann wieder tagelang am eigenen
Schreibtisch sitzen lässt) oder kleinem Geldbeutel
umsetzen können.
- "Richtiger" Urlaub
Wenn
Sie ohnehin im Urlaub wegfahren, werden Sie vermutlich fest
buchen und dann ergibt sich die Planung ohnehin. Vielleicht
sind Sie aber ein Spontan-Entscheider - dann ist es dennoch
hilfreich, sich feste Zeiten im Vorfeld schon mal zu blockieren.
So können Sie neue Aufträge drumherumplanen (das
geht meistens sehr gut) und wenn Sie feste ständige
Kunden haben, können Sie frühzeitig Bescheid geben
- oder aber für diese Zeit eine Vertretung organisieren.
Zum
Thema Vertretung als Einzelunternehmer finden Sie auf unserer
Website unternehmenskick.de einen nützlichen Artikel:
Das
Dilemma mit der Vertretung
Ideal
ist natürlich ein Urlaub von mindestens zwei Wochen,
dann kommen Sie so richtig runter.
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Kurzurlaub
Nicht
immer sind längere Urlaube drin. Reservieren Sie sich
doch das eine oder andere verlängerte Wochenende oder
nutzen Sie die Fenstertage aus: Da sind in der Regel Ihre
Kunden auch nicht im Einsatz.
Ich
fahre jeden Herbst ein verlängertes Wochenende mit
einer Freundin aufs Land und wir tun nichts Anstrengendes,
sondern spielen Kniffel, schlafen aus und essen. Auch so
kurze Ausflüge raus aus den eigenen vier Wänden
durchbrechen den Alltag sehr effektiv.
- Scheinurlaub
Scheinurlaub
habe ich vor einigen Jahren mal erfunden und kann ihn nur
empfehlen: Dabei klinken Sie sich einige Tage aus dem Alltag
aus, sind aber doch da. Sie kündigen aktuellen Kunden
Ihre Abwesenheit an, besprechen den Anrufbeantworter und
richten die E-Mail-Urlaubsnachricht ein.
In Wirklichkeit
arbeiten Sie: aber nicht von früh bis spät und
ohne dass die Außenwelt in dieser Zeit etwas von Ihnen
will. Das ist besonders gut, wenn Sie an einer bestimmten
Sache konzentriert arbeiten möchten oder mal klar Schiff
mit Rückständen machen wollen. Dazwischen machen
Sie es sich gemütlich, gehen auch mal ins Café
oder treffen sich tagsüber mit Freunden.
Scheinurlaub
hat den Vorteil, dass Sie wichtige Dinge dennoch erledigen.
Da Sie Ihre E-Mails in dieser Zeit lesen und, wenn Sie möchten,
auch Ihren Anrufbeantworter abhören können, brauchen
Sie zudem keine Angst haben, dass Ihnen was durch die Lappen
geht, denn Sie können selbst entscheiden, ob Sie sich
sofort melden. - Natürlich funktioniert der Scheinurlaub
nur, wenn Sie sich auch selbst dranhalten und nicht bei
allem doch sofort reagieren.
- Arbeits-Freizeit-Kombi
Haben
Sie einen Messebesuch oder einen Kundentermin in einer anderen
Stadt? Dann hängen Sie doch einfach zwei Tage dran
- oder schauen Sie, ob auf der Wegstrecke nicht irgendein
Bekannter wohnt, den Sie gerne mal wieder sehen möchten,
oder ein Ort, den Sie gerne besuchen möchten.
Oder
fahren Sie weg und nehmen sich etwas (!) Arbeit mit. Wenn
Sie beispielsweise etwas konzipieren möchten oder Ihr
Business überdenken wollen, dann können Sie das
genauso gut barfuß am Strand tun oder vor einer Berghütte
in der Sonne sitzend.
- Tageweise frei
Jetzt
kommt's auf Ihren Arbeitsalltag und Ihre Auslastung an:
Wenn Sie relativ frei über Ihre Zeit entscheiden können,
also nicht ständig vor Ort bei Ihren Kunden arbeiten,
dann können Sie vielleicht sogar jede Woche oder jede
zweite Woche oder zumindest einmal im Monat einen fixen
Tag FÜR SICH SELBST reservieren.
Arbeitsmäßig
geht sowas übrigens immer. Besonders wenn Sie von früh
bis spät arbeiten und glauben, Sie könnten sich
keine Minute Freizeit leisten, geht das. Denn niemand ist
immer zu 100 % effektiv, wenn er rund um die Uhr arbeitet.
Sie können also beruhigt sein: Regelmäßig
frei zu nehmen tut Ihnen nicht weh, im Gegenteil: Sie profitieren
sogar davon.
Vielleicht
möchten Sie aber Ihre Freizeit stundenweise über
die Woche verteilen. Christine und ich beispielsweise gehen
mehrmals in der Woche tagsüber ins Fitnessstudio. Sie
müssen natürlich nicht in Sport gehen - vielleicht
möchten Sie gerne einen Einkaufsbummel machen oder
sich mit einer Zeitung ins Café verziehen.
Eine
gute Möglichkeit ist es auch, am Freitagmittag schon
Schluss zu machen, um entweder ins Wochenende hinüberzugleiten
oder am Freitag Haushalt und Einkäufe zu erledigen,
dann haben Sie das Wochenende ganz für sich.
- Jahresausklangströdeln
Was
ich früher gemacht habe und unbedingt nächstes
Jahr vorplanen werde und was ich Ihnen wärmstens empfehle,
ist das Jahresausklangströdeln im Dezember: Planen
Sie keine Termine für Dezember, sagen Sie Ihren Kunden
rechtzeitig Bescheid, dass Sie im Dezember zwar da sind,
aber schon etwas zurückschrauben möchten. Sie
werden sehen, dass jeder das gut findet - nicht zuletzt,
weil es viele Ihrer Kunden auch machen (oder gerne würden).
Nutzen
Sie dann den Dezember, um das alte Jahr gut abzuschließen,
es Revue passieren zu lassen, Ihren Arbeitsplatz auszumisten,
alles wegzuheften und zu erledigen.
Tragen
Sie diese Freizeitvorhaben schon jetzt fest ein!
Ganz
bestimmt arbeiten Sie mit einem Kalender. Bei mir hängt
beispielsweise ein großer Jahreskalender direkt über
meinem Schreibtisch, auf dem ich Termine und sonstige tageweise
Abwesenheiten mit zurechtgeschnittenen Haftzetteln abklebe.
Auch wenn ich alle Termine in meinem kleinen Kalender führe,
finde ich es sehr hilfreich, auf einen Blick zu sehen, wenn
ich mehrere Tage komplett weg bin oder wann ein Training
ansteht. Denn auf diese Weise kann ich bei neuen Anfragen
auf einen Blick sehen, ob ich ein Projekt zwischenreinnehmen
kann oder ob ich einen Abgabetermin besser erst für
später annehmen soll.
Wenn
Sie Ihren neuen Jahreskalender einweihen, dann können
Sie gleich jetzt Ihre kleinen Freizeiten und größeren
Urlaube eintragen. Ich werde das heuer auch endlich mal
wieder machen!
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