Zeigen Sie, was in Ihnen steckt!  
   
.
Bewerbung & Karriere
Christine Öttl coacht Bewerber
+ Führungskräfte
  mehr erfahren
   
   
Business
Gitte Härter coacht Selbstständige und kleine Firmen
  mehr erfahren
   
   
Onlinetipps lesen:
...
Bewerbung
...
Karriere
...
Selbstmanagement
...
Entscheidungen
...
Kommunikation
...
Mitarbeiterführung
...
selbstständig
...
Buchtipps

 

 

 

 

Akquise-Werkzeug: Vorträge halten
  von Gitte Härter
 

Eine gute Möglichkeit, sich bekannt zu machen und andere von seiner Kompetenz zu überzeugen, ist es, öffentlich Vorträge zu halten. Dabei gilt auch zu bedenken, dass die meisten Selbstständigen ohnehin in irgendeiner Form in die Situation kommen, vor Gruppen zu sprechen. Ob das nun im größeren Rahmen der Fall ist, etwa weil man auf einer Messe ein Referat vor Hunderten von Leuten hält, oder ob es in kleinerer Runde, etwa einer Firmenpräsentation, stattfindet.

Die meisten Menschen haben den blanken Horror vor solchen Situationen - und drücken sich, wo es geht. Andere würden sich gern trauen, wissen aber nicht so recht wie oder was. Und einige Furchtlose stürzen sich einfach hinein: No Risk no Fun gilt auch für die öffentliche Rede ... aber bitteschön kontrolliert!

 

Angst vor dem öffentlichen Reden?

Klopft Ihnen alleine bei dem Gedanken an einen Vortrag schon das Herz bis zum Hals? Keine Panik! Völlig normal. Es soll sogar Umfragen geben, wonach die Angst vor der öffentlichen Rede über der Angst vor dem Sterben rangiert.

Lässt sich der Horror aus dem öffentlichen Vortrag nehmen? - Ja! Das Reden vor Gruppen lässt sich trainieren und meistern ... und, halten Sie sich fest, es kann sogar Spaß machen.
Und das sagt Ihnen eine, deren Puls sich bereits verachtfacht hat, wenn sie sich als Teilnehmerin eines Seminars nur kurz vorstellen musste. Kennen Sie sicher: Man muss nur seinen Namen sagen, seinen Beruf und warum man hier ist - also inhaltlich keine große Herausforderung. Und dennoch wird man kurzatmig und überlegt, was und wie man das jetzt gleich am besten sagen kann. Heute spreche ich auch vor großen Gruppen souverän und ohne Herzklopfen.


Drei grundlegende Tipps vorweg:


1. Trauen Sie sich!

Leute mit Augen-zu-und-durch-Mentalität tun sich da etwas leichter. Auch meine Taktik war, dass ich mich der ungeliebten Situation einfach bei jeder sich bietenden Gelegenheit aussetze. Denn Übung macht tatsächlich den Meister. Von daher kann ich nur empfehlen: Trauen Sie sich!

Nehmen Sie dabei ruhig Rücksicht auf Ihre persönliche Art. Die einen sagen vielleicht direkt einen Vortrag zu, die anderen suchen sich erstmal private Gelegenheiten und halten zum Beispiel im Kegelverein eine Geburtstagsrede vor Bekannten. Völlig egal, worum es geht, wie lange Ihre Rede ist und wie Ihr Publikum aussieht.

Wer sich immer wieder davor drückt, in diese Situation zu kommen, wird sich den Horror bewahren und zwangsläufig auch gute Gelegenheiten sausen lassen.


2. Seien Sie Sie selbst.

Versuchen Sie nicht, besonders professionell, besonders fehlerfrei, besonders geschliffen, besonders witzig zu sein. Und trauen Sie sich, ein ganz normaler Mensch zu sein. Klar ist es wichtig, etwas zu sagen zu haben. Und natürlich ist es wichtig, laut genug, verständlich und klar zu sprechen und zu argumentieren.
Sie dürfen mal den Faden verlieren, Sie dürfen auch mal husten oder spontan lachen ... keiner Ihrer Zuhörer lauert darauf, dass Sie irgendeinen Fehler machen. Die wollen alle nicht mit Ihnen tauschen! Sie möchten etwas von Ihnen erfahren, sie möchten, dass ihre Zeit nicht vergeudet wird ... und sie möchten gerne aufmerksam zuhören. Das geht am besten, wenn sie einen normalen Menschen vor sich haben und nicht einen perfekt-sein-wollenden Rede-Roboter.


3. Versklaven Sie sich nicht.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich inhaltlich eine Struktur zu verschaffen: Ob das nun Folien, Flipchart, Beamer-Projektion, Moderationskarten, ein Papiermanuskript ist ... probieren Sie aus, was Ihnen liegt.

Meine persönliche Empfehlung ist, wann immer es geht, auf Technik zu verzichten (außer der Inhalt erfordert es und auch dann ist es besser, so wenig Schaubilder wie möglich zu zeigen und nicht, wie leider allgemein verbreitet, jedes kleine Stichwort auf eine Folie zu setzen): Sie machen sich damit unabhängig von technischen Pannen und vor allen Dingen fokussieren Sie die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich. Und darum geht's: Sie wollen mit Inhalten glänzen und persönlich eine gute Figur machen. Das geht aber nicht, wenn alle im Halbdunkel auf 45 Folien starren.

Auch ist es wichtig, auszuprobieren, wie Sie sich am wohlsten fühlen. Ich beispielsweise stehe und laufe gerne bei Vorträgen hin und her, ich möchte mich bewegen können. Für mich ist das übliche Stehpult mit fixem Mikrofon sehr lähmend. Andere wiederum fühlen sich gerade damit wohler und sicherer, weil sie was zum Festhalten haben.

Nehmen Sie Gegebenheiten im Saal nicht einfach so hin. Brauchen Sie mehr Platz? Dann verrücken Sie die Tische einfach. Müssen Sie mit Mikro sprechen, bewegen sich aber gerne? Dann nehmen Sie es aus der Halterung.

Testen Sie verschiedene Variationen und spüren Sie, womit Sie sich besser und sicherer fühlen.

Tabu: Das Schlimmste, was ein Vortragender tun kann, ist den gesamten Vortrag aufzuschreiben und abzulesen. Bevor Sie den kompletten Vortrag Wort für Wort ablesen und Ihre Augen nur am Papier kleben und mehr recht als schlecht lesen (ein guter Vortrag, der gelesen wird, ist eine Kunst für sich!), lassen Sie es lieber bleiben.

 

Bewusst auswählen: wo-wie-was

Wählen Sie bewusst aus, wo ein Vortrag für Sie interessant wäre. Sofern man an Sie herantritt, ist es ebenfalls wichtig, erst mehr über die Veranstaltung, weitere Vortragende und vor allen Dingen die Zielgruppe zu bekommen. Wenn es sich um kleinere Veranstaltungen handelt, etwa ein Treffen eines regionalen Berufsverbandes oder eines kleinen formellen Netzwerkes, dann ist es auch wichtig, nachzufragen, wie viele Personen erwartet werden und in welcher Form Werbung betrieben wird. Sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie total überrascht sind - und entweder mehr Zuhörer kommen, als Sie in etwa erwartet haben (was ganz schön nervös machen kann, wenn man ungeübt ist) oder aber, dass Sie sich total vorbereiten und dann nur drei Leute aufkreuzen.

Für Selbstständige sind Vorträge meistens ein Akquise-Werkzeug. Dementsprechend werden Sie in der Regel dafür keine Bezahlung bekommen. Natürlich gibt es Ausnahmen. Meist ist es jedoch so, dass bei Veranstaltungen bestimmte Sondervereinbarungen getroffen werden. Der Vortragende kann eigenes Material auslegen oder auch eigene Publikationen verkaufen oder man kann statt eines Honorars einen Messestand erhalten ... die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist, dass Sie sich mit dem Veranstalter vorher besprechen, damit es keine Überraschungen gibt.

Wägen Sie immer ab, ob die Zuhörer auch tatsächlich eine vielversprechende Zielgruppe für Sie sind. Entweder um Ihre Kunden zu werden oder aber um neue gute Kontakte zu knüpfen, die Sie eventuell weiterempfehlen.

Tipp: Bei manchen Messen oder Veranstaltungen gibt es ein Rahmenprogramm mit Vorträgen oder Workshops. Diese sind teilweise daran gekoppelt, dass man einen eigenen Ausstellungsstand mietet, teilweise kann man aber auch nur für einen Vortrag mit ins Programm aufgenommen werden. Unserer Erfahrung nach ist es auf jeden Fall sinnvoll, nach einem Vortrag für die Zuhörer noch ansprechbar zu sein. Damit vertiefen Sie Ihren Erfolg - und haben auch mehr davon, als wenn Sie nach dem Vortrag sofort wieder gehen (selbst wenn Sie Informationen ausgelegt haben).

 

Durch Inhalte überzeugen

Selbstständige machen meist einen Kardinalfehler, wenn sie die ersten paar Male öffentlich auftreten: Sie sind so darauf fixiert, sich selbst und ihre Leistungen vorstellen zu wollen, dass der Vortrag zu einer "Heizdeckenveranstaltung" verkommt.
Es gibt keinen schnelleren Weg, die Zuhörer gegen sich aufzubringen.

Planen Sie deshalb Ihre Inhalte immer aus Sicht Ihrer Zuhörer. Diese schenken Ihnen ihre Zeit. Entweder sie kommen sogar in ihrer Freizeit oder sie entscheiden sich, einen Teil der knappen Zeit auf einer Veranstaltung in Ihren Vortrag zu investieren. Dafür möchten sie Inhalte und konkrete Anregungen und Tipps, mit denen sie etwas anfangen können.

Wenn Sie das tun, dann erreichen Sie, dass man Sie und Ihren Vortrag in positiver Erinnerung behält, dass man idealerweise von Ihren Inhalten überzeugt ist und natürlich von Ihrer Kompetenz. Für Letzteres ist übrigens nicht maßgebend, ob Sie vielleicht hektische rote Flecken auf den Wangen haben oder man sieht, dass Ihre Hände zittern! Man kann sehr gut auch über solche Nervositätszeichen, die übrigens jeder versteht, hinwegsehen und erkennen, ob die vortragende Person darüber hinaus Ahnung von dem hat, was sie erzählt oder nicht.

Eine gute Gelegenheit, zu zeigen, dass man sattelfest im eigenen Thema ist, ist es auch, interaktiv mit den Zuhörern zu agieren, also beispielsweise die oft übliche Frage-und-Antwort-Gelegenheit zum Schluss zu nutzen.

Tipp: Wenn Sie eine eigene Website haben, dann bieten Sie Ihren Zuhörern an, die Inhalte des Vortrages am nächsten Tag von dort herunterzuladen. Das ist nicht nur ein toller Service, sondern bringt Zuhörer auch noch auf Ihre Internetseite.


   
   
   
zurück zur Übersicht:
selbstständig
alle Artikel
 
 

 

 

 

Unsere Selbstlernkurse für Freiberufler und Selbstständige:
 
Wenn die Selbstständigkeit belastet (21-Tage-Programm)
mehr erfahren
 
Ihr Angebot Schritt für Schritt verbessern
mehr erfahren
 
Webseiten, die für Sie verkaufen
mehr erfahren
 
Kundengewinnung per
E-Mail-Newsletter
mehr erfahren
 
Erfolgreiche Telefonakquise
mehr erfahren
 
Akquise mit Spaß und Motivation
mehr erfahren
 
Aus telefonischen Anfragen Kunden machen
mehr erfahren
 
Ziele finden
mehr erfahren
 
Profil zeigen
mehr erfahren
 
 
Auf unserer Website
unternehmenskick.de

können Sie alle Selbstlernkurse ohne Risiko testen!
 
 
 
 
 
(c) 1999-2010 objektiv. Bewerbung & Business, Christine Öttl und Gitte Härter GbR
St.-Cajetan-Straße 10, 81669 München, Tel. (0 89) 40 90 69 61, E-Mail:
objektiv@selbstmarketing.de