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Oft
ist man im Alltag so eingespannt, dass man gar nicht auf
die Idee kommt, Bestandsaufnahme zu machen: Wo stehe ich?
Wo steht mein Business? Bin ich zufrieden, weil sich alles
so entwickelt hat wie ich es geplant habe? Geht es mir gut?
Oder stehe ich morgens ungern auf und bin eher unzufrieden?
Resümee zu ziehen lohnt sich, weil Sie
- konstruktiv
zurückschauen und sich über Ihre Erfolge freuen
können
- erkennen,
was Sie verändern möchten
- gezielt für die Zukunft planen können
Wichtig ist es, einen ausgewogenen und intensiven Blick
zu riskieren. Die nachfolgenden Fragen sollen Sie inspirieren,
sich einmal in Ruhe hinzusetzen und Ihre Gedanken, Wünsche
und Bedürfnisse aufzuschreiben.
Tipp:
Auch wenn Sie gerade dabei sind, sich selbstständig
zu machen, nützen Ihnen diese Fragen - dann natürlich
als Ausgangslage, was Ihnen wichtig ist und wo Sie sich
Ziele setzen möchten.
Haben
sich meine Ziele erfüllt?
Manche
Menschen nehmen sich ganz konkrete Dinge vor - andere bleiben
relativ vage. Im Arbeitsleben hört man beispielsweise
oft den Wunsch nach "abwechslungsreicher Arbeit"
oder auch "soll Spaß machen" und "mich
erfüllen".
Die Crux bei vagen Zielen ist, dass man nie wirklich weiß,
was man dazu braucht, um das auch zu erreichen. Entsprechend
wird es oft ganz schön schwierig, die eigenen Ziele
zu überprüfen. Fragen Sie sich doch mal:
- Hat sich mein Business geradlinig entwickelt - oder
sich verändert?
Als
Sie sich selbstständig gemacht haben, hatten Sie ein
bestimmtes Leistungsspektrum: Haben Sie das konsequent verfolgt,
eingehalten und erweitert? Oder haben sich andere Leistungen
und Arbeitsbereiche mit der Zeit hinzugesellt?
Das
Gleiche gilt natürlich auch für die Art von Aufträgen:
Vielleicht hatten Sie sich ausgemalt, für zwei-drei
Hauptkunden tätig zu werden, sind aber im Alltag immer
mit kleinen Einzelaufträgen und wechselnden Kunden
beschäftigt.
Wie
sieht die Entwicklung Ihres Unternehmens aus - nicht nur
auf die Auftragslage und den Umsatz bezogen, sondern in
diesen einzelnen Aspekten?
- Freue
ich mich, mich täglich an die Arbeit zu machen?
Wenn
man sich frisch selbstständig macht, hat man oft den
Gedanken, dass man sehr viel glücklicher sein wird
und seine Arbeit immer voll motiviert macht: Denn man arbeitet
ja für sich selbst.
Blicken
Sie auf Ihren beruflichen Alltag - und lassen Sie auch die
bisherige Zeit als Selbstständige/r Revue passieren:
Wie sieht es mit Ihrer Motivation aus und wie gerne stehen
Sie morgens auf? Sprühen Sie vor Ideen und Tatendrang
oder fühlen Sie sich eher erschlagen oder müssen
sich aufraffen?
Denken
Sie auch hier daran, konkret zu werden: Wie ist mein allgemeines
Gefühl? Wie sieht es in Teilbereichen aus: Was gefällt
mir sehr gut? Was motiviert mich? Was treibt mich an? -
Aber auch: Was gefällt mir nicht? Was bedrückt
und bremst mich aus?
- Mit
welchen Menschen habe ich zu tun?
Auch
als Einzelunternehmer/in hat man natürlich immer mit
anderen Menschen zu tun - ob persönlich, am Telefon
oder schriftlich.
Haben
Sie - vom Verhalten und dem "gemeinsamen Draht"
- gute Beziehungen zu:
- Ihren
Kunden?
-
sonstigen Geschäftspartnern (Lieferanten,
Netzwerk etc.)?
Fühlen
Sie sich gleichberechtigt und verstehen Sie sich gut - oder
kommen Sie sich eher wie ein Bittsteller vor? Mögen
Sie Ihre Kunden - oder meiden oder verachten Sie sie gar?
Wichtig: Auch hier ist es natürlich nicht damit getan,
einmal allgemein ein Urteil über alle Leute abzugeben,
mit denen man zu tun hat. Es geht erneut darum, konkret
zu werden. Darum muss auf ein allgemeines "Ja, bin
schon zufrieden" oder "Nein, eher nicht"
auf jeden Fall ein detaillierter Blick folgen: Wen meiner
Kontakte schätze ich (weswegen)? Mit wem habe ich nicht
gern zu tun (warum)? Wie verhalte ich mich jeweils?
- Steht
der Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis?
Ihre
Arbeitszeit, Ihre Anstrengungen, Ihre Aktivitäten:
Stehen diese im Verhältnis zum Ergebnis? Oder kann
es sein, dass Sie bestimmte Tätigkeiten, die eigentlich
in ein paar Stunden konzentrierter Arbeit erledigt wären,
ewig vor sich hinschieben? Haben Sie ein angemessenes Honorar
angesetzt oder müssen Sie sehr viel arbeiten, um auf
einen grünen Zweig zu kommen?
Denken
Sie auch hier bitte differenziert über Ihr Leistungsspektrum
nach - und was Sie selbst an eigener Arbeitsleistung (inkl.
Organisation, Zeit-/Selbstmanagement) einbringen?
Nun ist natürlich auch wichtig, sich näher Gedanken
zu machen:
- Was
habe ich überhaupt aktiv getan, um das jeweilige Ziel
zu erreichen?
- Was
möchte (und werde) ich künftig dafür tun?
Wo
soll's hingehen?
Mit
der Frage "Was möchte (und werde) ich künftig
dafür tun?" sind wir auch schon beim nächsten
wichtigen Schritt: Das Innehalten und Bilanz ziehen dient
ja nicht dazu, in der Vergangenheit zu verharren und sich
möglicherweise zu ärgern. Oder auch ganz zufrieden
zu sein und die Dinge künftig einfach auf sich zukommen
zu lassen.
Vielmehr steckt darin ja die wichtige Chance, dass Sie kontrolliert
Ihrem Business und Ihrer eigenen Zufriedenheit einen positiven
"Stoß" geben und auf Kurs bleiben (bzw.
den bisherigen Kurs korrigieren).
Sehen Sie sich die detailliert ausgearbeiteten Antworten
zu den obigen Bereichen näher an und sammeln Sie Ideen:
- Die
Erkenntnis, was Ihnen gut gefällt, dient nicht nur
als Bestätigung, sondern Sie können diese Aspekte
bewusst wertschätzen, dafür dankbar sein und in
dieser Richtung weitermachen.
- Die
Dinge, die Sie frustrieren, können Sie näher ansehen:
Wie genau möchte ich an diesen Aspekten verändern
bzw. was kann ich künftig dafür tun, um die Ärgernisse
oder Blockierer zu vermeiden?
- Welche
Ziele haben Sie a) für sich b) für Ihre Firma?
- Was
können und möchten Sie tun, um Ihr Geschäft
weiterzuentwickeln?
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