Gehören
Sie zu den kopflastigeren Menschen?
Dann werden Sie vielleicht wahnsinnig, wenn Sie Tipps hören
wie "Hör einfach in Dich rein, wie es Dir damit
geht!".
Tatsächlich
gibt es viele Menschen, die da gar nichts hören. Oft,
weil sie es schlichtweg nicht gewohnt sind (siehe auch die
Übung Nr.
14). Manchmal aber auch, weil sie sich einfach
mehr auf ihren Kopf verlassen und eher "Fakten"
nachgehen möchten.
Es ist
immer schade, wenn man sich nur auf eine Sache reduziert:
Bauchmenschen, die von sich glauben, nicht logisch vorgehen
zu können, und daher immer nur alles auf die Intuition
schieben, vergeben sich genauso Chancen für rundum
gute Entscheidungen wie die Kopflastigen, die sich bloß
nicht von Gefühlen leiten lassen wollen.
Tatsächlich geht es, wie so oft, um den gesunden Mix:
Eine gute Entscheidung steht selbstverständlich auf
den Säulen von Informationen und Fakten, berücksichtigt
aber auch, wie es Ihnen selbst damit geht.
Auch
Kopf-Menschen haben Emotionen.
Eine
lustige Überschrift. Und doch muss man das mal so platt
sagen. Nur weil Sie vielleicht nicht so recht hören,
ob und wann sich Ihr Gefühl, Ihre Intuition meldet,
so heißt das nicht, dass diese nicht vorhanden sind.
Oft
ist es schlicht und ergreifend auch so, dass Ihnen der Kopf
schon etwas voraus ist und bereits "übersetzt"
hat. Wo ein bauchlastiger Mensch sagen würde: "Ich
habe Angst, mich zu entscheiden. Mein Bauch grummelt total.",
formuliert der Kopf-Mensch eher so: "Das ist noch nicht
stimmig für mich." oder "Das scheint mir
ein vernünftiger Weg."
Den
Bauch spüren.
Immer
wieder treffe ich Menschen, die total gerne auch mal ihr
Bauch-Gefühl spüren würden. Die den Eindruck
haben, ihnen entgehe etwas, wenn sie immer nur auf Informationen
und Fakten pochen.
Der
erste Schritt ist, dass Sie sich etwas näher mit sich
selbst beschäftigen. Natürlich gibt es Menschen,
wie eingangs schon gesagt, wo sich einfach nichts "meldet".
Es lohnt sich, diese Tatsache mal zu hinterfragen. Manchmal
ist man es auch schlichtweg nicht gewohnt, sich um die eigenen
Gefühle zu kümmern.
Etwa,
- weil man gelernt hat, dass nur Logik zählt
- weil man sich nicht groß mit den eigenen Gefühlen
beschäftigt hat bislang
- weil nicht jeder automatisch ein Gespür für
sich selbst hat.
Bei
Entscheidungen spielt auch eine sehr große Rolle,
ob man die eigenen Bedürfnisse und Wünsche kennt
- und diesen auch Gehör schenkt.
Und
so ist es bis zu einem gewissen Grad natürlich schon
möglich, sich selbst hier näher zu kommen.
Sie
können damit anfangen, für sich selbst herauszufinden,
wie Sie zu "Bauch-Gefühlen" stehen, wie Sie
sich generell selbst charakterisieren und was die Bestandteile
einer guten Entscheidungsfindung für Sie sind.
Nutzen
Sie Ihre Stärken einfach!
Wenn
Sie Entscheidungen treffen, verlassen Sie sich als Kopfmensch
in erster Linie auf Ihre Vernunft und Logik. Nutzen Sie
die Stärke, die darin liegt, zu Ihrem Vorteil, aber
sehen Sie auch die Grenzen.
Eben
war schon davon die Rede, dass es Situationen gibt, bei
denen alle Fakten auf eine bestimmte Entscheidung hindeuten,
diese aber durchaus den eigenen Bedürfnissen und Wünschen
entgegenlaufen kann. Wer in solchen Fällen ausschließlich
vernunftmäßig vorgeht und nicht erkennt, dass
er sich selbst in wichtigen Aspekten übergeht, der
wird sich immer wieder wundern, warum er mit den eigenen
Entscheidungen unzufrieden ist. Im Extremfall, warum er
immer wieder die falschen Entscheidungen trifft.
Eine
gute Möglichkeit ist, den Kopf zu Hilfe zu nehmen,
um Ihren Gefühlen auf die Spur zu kommen. Die genannte
Übung hilft Ihnen dabei.
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