| Haben
Sie auch Entscheidungen, die Sie immer wieder aufschieben?
Oder haben Sie einen Entschluss "eigentlich" schon
gefasst, kommen aber nicht in die Puschen?
Viele
Menschen möchten ihrer "Aufschieberitis"
mit irgendwelchen Zeitmanagement-Tricks zu Leibe rücken.
Doch auch wenn es durchaus Dinge gibt, die man immer wieder
aus Zeitmangel verschiebt, spielen weitaus häufiger
ganz andere Gründe eine Rolle, zum Beispiel:
- Man
weiß, man soll oder muss (oder will) eine Situation
verändern, aber hat Angst vor möglichen Konsequenzen.
siehe
dazu auch:
Tipp Nr. 3: Angst
vor der Konsequenz, Teil 1
Tipp Nr. 4: Angst
vor der Konsequenz, Teil 2
- Man
fühlt sich mit der Vision einer Sache wohl, will sich
aber dem Urteil anderer nicht stellen (z. B. dem Chef und
Kollegen beweisen, dass man viel mehr auf dem Kasten hat
und eine viel tollere Stelle kriegen könnte, ein Buch
schreiben).
- Man
möchte ein Ziel erreichen, aber nichts dafür tun,
weil einem schlicht der Aufwand zu groß oder der Weg
zu unbequem erscheint (z. B. abnehmen, eine Sprache lernen,
eine Zusatzqualifikation erwerben).
- Man
kann den Aufwand nicht gut einschätzen oder weiß
schlichtweg nicht, wo man anfangen soll (z. B. die Wohnung
ausmisten, die Diplomarbeit oder Dissertation anpacken).
- Man
fühlt sich der Sache nicht gewachsen, weiß nicht
genau wie es geht bzw. ob man genug Fachwissen bzw. persönliche
Qualifikation mitbringt (z. B. ein Projekt übernehmen,
die Beförderung mit Personalverantwortung anstreben).
- Man
möchte die Sache in Wirklichkeit gar nicht angehen,
sondern es ist der Wunsch von jemand anderem oder ein Druck
von außen, z. B. durch Medienberichterstattung, der
einen überhaupt erst auf dieses vermeintliche Ziel
gebracht hat (z. B. man muss Karriere machen wollen, der
Bauch muss aber flach sein).
Dem ewigen Aufschieben kommen Sie am besten bei, wenn Sie
nicht nur auf den Faktor Zeit achten, sondern immer hinterfragen:
- Wie
wichtig ist mir das?
und
- Warum
genau schiebe ich diese Entscheidung (und Umsetzung) immer
vor mir her?
Die
Übung "Bis
zum Ende durchdenken" hilft Ihnen dabei.
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Sofern
Sie herausfinden, dass eine Sache wirklich wichtig für
Sie ist, Sie also sicher sind, dass Sie sie nun endlich
anpacken möchten, ist auch der generelle Blickwinkel
wichtig.
Erst
kürzlich habe ich mich mit jemandem über das Sportmachen
unterhalten. Die Bekannte wollte sehr gerne einmal Aquajogging
ausprobieren, weil sie das Gefühl hat, dass ihr diese
Form der Bewegung großen Spaß machen würde
und damit gewährleistet wäre, dass sie regelmäßige
Bewegung in den Alltag einbaut.
Eine
goldrichtige Sichtweise soweit: Denn wenn man sich überlegt,
mehr Bewegung zu machen, dann sollte es auf jeden Fall etwas
sein, das man gerne tut - schon alleine das erhöht
die Wahrscheinlichkeit, es auch beizubehalten.
Nun
tappte meine Bekannte jedoch in die "Warum es eh nicht
geht"-Falle, die leider weit verbreitet ist: Im Schwimmbad
Nummer 1 sind die Öffnungszeiten so, dass es mit der
Familie nicht vereinbar ist. Im Schwimmbad Nummer 2 soll
es auch einen Kurs geben, aber da hat jemand gesagt, der
sei nicht gut. - Und so gab es viele Gründe, warum
das Ausprobieren schon gar nicht drin ist.
Auf
diese Weise machen sich leider viele Menschen von Haus aus
einen Strich durch die eigenen Ziele. Wenn Hindernisse auftauchen,
fragen Sie sich immer: "Wie könnte es gehen?",
"Was müsste sein, damit Hindernis X umgangen oder
gelöst wird?".
Falls
Sie sich dabei ertappen, dass Ihnen die Hindernisse als
Ausrede willkommen sind, seien Sie lieber ehrlich zu sich
und legen Sie ein Ziel, das nicht wirklich eines ist, ad
acta.
Im nächsten
Tipp geht es ums Durchhalten getroffener Entscheidungen
("endlich Sport machen", "gesünder essen",
"mich diesmal wirklich trennen", "mir eine
neue Stelle suchen" und und und).
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