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eine Leseprobe aus meinem Buch "Ja,
nein, vielleicht - Entscheidungen leichter treffen":
Auch mal eine Entscheidung nur aus der Schwarzseher-Warte
zu betrachten, ist sehr hilfreich.
Die
Sorge, dass man sich falsch entscheidet und mit negativen
Konsequenzen oder ungutem Feedback zu rechnen hat, wirkt
oft sehr belastend und verhindert, dass man sich mit der
Entscheidung überhaupt richtig auseinandersetzt.
Also nutzen Sie Ihre Sorgen und Ängste!
So geht's:
- Sie
geben sich die Erlaubnis, mal ganz offen alle negativen
Gedanken, Sorgen und Ängste zu Papier zu bringen. Es
geht nicht um Positives, es geht nicht um Lösungen
oder eine gesunde Einstellung oder realistische Sichtweise
etc. Es geht darum, völlig einseitig alles, was Sie
schwarz sehen, ernst zu nehmen und rauszulassen.
- Wenn
Sie mit allem fertig sind, dann bemühen Sie sich, noch
mehr schreckliche und unschöne Möglichkeiten zu
finden. Was könnte noch schief laufen oder an unerfreulichen
Konsequenzen auf Sie zukommen?
- Überzeichnen
Sie ruhig. Bemühen Sie sich auch, extreme ungute Aspekte/Konsequenzen
zu finden. Fällt Ihnen absolut überzogener Unsinn
ein? Wunderbar: auch hinschreiben.
Der Sinn dieser Methode ist vielseitig:
1. Wenn
man sich mit seinen Ängsten und negativen Gedanken
konfrontiert, geht es einem oft schon etwas besser.
2. Nur
wenn man konkretisiert, was einen blockiert oder ängstigt,
kann man mit diesen Annahmen/Befürchtungen weiterarbeiten:
Lösungen erarbeiten oder Ansatzpunkte finden, was Sie
brauchen, um sich besser und selbstsicherer damit zu fühlen.
3. Durch
das Zulassen von Übertreibungen oder absurden Ideen
kurbeln Sie nicht nur Ihr Gehirn weiter an und erweitern
Ihren Horizont (Sie werden offener im Kopf), sondern Sie
nehmen auch Druck raus, wenn Sie Humor zulassen. Das entspannt
und entspannter trifft man bessere Entscheidungen.
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